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Schweiz Ein zweiter Dschihad-Rückkehrer in Genf festgenommen

Es geschah am 9. August. Am Flughafen Zürich wird ein 29-jähriger Genfer Dschihadist bei seiner Wiedereinreise verhaftet. Der elfte Fall insgesamt und bereits der zweite aus der Region Genf. Der Radikalisierte reiste aus der Türkei ein. Seiner Familie gegenüber sprach er von einer Geschäftsreise.

Die Bundesanwaltschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Polizei (Fedpol) einen weiteren Dschihad-Rückkehrer festgenommen. Der 29-jährige tunesisch-schweizerische Doppelbürger wurde vergangene Woche am Flughafen Zürich verhaftet.

Ankommende Passagiere auf dem Flughafen Zürich.
Legende: Der Dschihad-Rückkehrer ist angeblich durch den eigenen Vater radikalisiert worden. Keystone

Die Bundesanwaltschaft bestätigte eine entsprechende Recherche der welschen Zeitung «Tribune de Genève, Link öffnet in einem neuen Fenster». Der Rückkehrer stammt aus der Romandie und kam mit einer Maschine aus der Türkei in die Schweiz zurück.

Die Zeitung schreibt in ihrem Bericht, der Verhaftete sei wohl von seinem Vater radikalisiert worden. Der Mann zählt zur Opposition gegen den früheren tunesischen Präsidenten Bourguiba.

Trotz der gescheiterten KV-Lehre seines Sohnes sei dieser erfolgreich im Import-Export-Geschäft tätig gewesen und dafür auch nach Syrien gereist. Als praktizierender Moslem sei der Mann einem rechts-radikal, antisemitischen Milieux nahegestanden, schreibt die Zeitung.

Auch der Freund im Dschihad?

Gemäss der Genfer Polizei bestieg der Dschihadist am 30. Oktober 2015 ein Flugzeug nach Instambul, «um Geschäfte zu machen, wie üblich», wird die Mutter des Verhafteten zitiert. Als ausgebildeter Schütze verfügte der Mann legalerweise über verschiedene Waffen. Nicht zuletzt darum eröffnete die Bundesanwaltschaft ein Untersuchungsverfahren.

Im Lauf dieses Verfahrens stiess die Behörde auf einen anderen Dschihadisten, der bereits im Juni nach seiner Rückkehr aus dem Dschihad verhaftet worden ist. Die beiden Männer sollen sich gut gekannt haben.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    Ich frage mich nur, wieso hat der IS ( Islamischer Staat ) diesen Mann überhaupt wieder ausreisen lassen? Stehe auch dazu: - unverzügerlicher CH Pass Entzug - des weiteren Inhaftierung und Auslieferung nach Bagdad oder Damaskus. Sollen die Gerichte dort entscheiden was mit Ihm geschieht, aber auf keinen Fall aufbewahren in der Kuscheljustiz der CH
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  • Kommentar von I. Bürgler (I.Bürgler)
    Den Schweizerpass wegnehmen und Landesverweis auf Lebzeit wäre das einzig richtige. Per 1.1.2008 wurde auf den Malediven ca. 700 Christen der Pass weggenommen. Kirchen sind verboten; der Import christlicher Literatur ist untersagt; Staatspräsident Nasheed bat deutsche Islam-Gelehrte darum, ihm bei der Durchsetzung der Scharia auf den Malediven zu helfen. Die Malediven sind seit 21.9.1965 Mitglied der UNO-Menschenrechtskonfession. Wen stört's? Die Sicherheit hier ist doch ebenso wichtig oder?
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  • Kommentar von I. Bürgler (I.Bürgler)
    Pass wegnehmen und Landesverweis auf Lebzeit wäre die einzige Lösung. Per 1.1.2008 wurde ca. 700 Christen auf den Malediven die Staatsbürgerschaft entzogen. Kirchen sind verboten; der Import christlicher Literatur ist untersagt; Staatspräsident Nasheed bat deutsche Islam-Gelehrte darum, ihm bei der Durchsetzung der Scharia auf den Malediven zu helfen. Die Malediven sind seit 21.9.1965 Mitglied der UNO Menschenrechtskonfession. Ist die Sicherheit der Schweiz nicht ebenso viel wert?
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Nur weil die Malediven sich nicht um Religionsfreiheit kümmert sollen wir unsere Verfassung bachab schicken? Ich möchte nicht von unserem Staat zum Christentum gezwungen werden können, ich bin befreit von Religion! Nein Danke!!!
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Unsere Verfassung geht langsam aber sicher bachab. Vor allem mogelt man sich da im Zusammenhang mit zB der MEI, aber nicht nur bei der MEI immer mehr durch und sucht verzweifelt Wege diese Verfassung beugen oder gar nach dem Willen einzelner EU-Turbos, aushebeln zu können. So was hat ja heute schon politisch motiviert, Kultstatus. (smile)
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