Erbschaftsdeal mit Frankreich: Das Parlament hat das letzte Wort

Für Erben von reichen Franzosen mit Wohnsitz Schweiz gibt es noch einen kleinen Funken Hoffnung. Über das umstrittene Erbschaftssteuerabkommen mit Frankreich kann das Parlament entscheiden.

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und der französische Wirtschafts- und Finanzminister Pierre Moscovici bei der Unterzeichnung am 11. Juli in Paris. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eveline Widmer-Schlumpf und Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici bei der Unterzeichnung am 11. Juli in Paris. Keystone

Mitte Juli unterzeichneten Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und der französische Wirtschafts- und Finanzminister Pierre Moscovici das Erbschaftssteuerabkommen. Was sehr technisch tönt, ist eigentlich simpel: Frankreich will seine Staatskasse aufbessern.

Der französische Fiskus will mit dem Abkommen verhindern, dass sich Erben in Frankreich der Erbschaftssteuer entziehen können, wenn der Verstorbene in der Schweiz wohnte.

Kritik aus der Westschweiz

Im Parlament zeichnet sich jetzt ein heisser Tanz ab: Gegen das Abkommen regt sich vor allem in der Westschweiz heftigen Widerstand. Die Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren der lateinischen Schweiz signalisierte umgehend «entschiedene Ablehnung».

Die Gegner befürchten eine Signalwirkung für andere Länder: Diese könnten ähnliche Abkommen verlangen.