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Schweiz Erbschaftssteuer kommt voraussichtlich vors Volk

Die Schweizer Stimmberechtigten werden sich voraussichtlich zur Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer äussern können. Für die Volksinitiative von EVP, SP, Grünen, CSP und Gewerkschaften sind rund 120'000 Unterschriften zusammengekommen.

Die Initiative werde am 15. Februar bei der Bundeskanzlei eingereicht, sagte EVP-Generalsekretär Joel Blunier. Er bestätigte Berichte der Zeitungen «SonntagsBlick» und «Sonntag».

Derzeit laufe noch der Beglaubigungsprozess für die Unterschriften. «Es besteht aber kein Zweifel, dass die Initiative zustande kommt», sagt EVP-Präsident Heiner Studer gegenüber «Der Sonntag». Unterstützt wird seine EVP von der SP, den Grünen und den Gewerkschaften.

Rückwirkende Anwendung

Besteuert werden sollen Nachlässe von über zwei Millionen Franken. Der Steuersatz würde 20 Prozent betragen. Zwei Drittel der Erträge sollen der AHV zugutekommen. Kleinere und mittlere Vermögen sind von der Initiative ausgeschlossen.

Ein Ehepaar in Pelzmantel mit Kindern
Legende: Die rückwirkende Besteuerung hat vermehrt zu Schenkungen an Nachfahren geführt. Keystone/Archiv

Auch KMU und Bauernbetriebe sollen vollkommen von der Steuer befreit werden, dies gilt auch für Nachlässe und Schenkungen an juristische Personen.

Nicht besteuert würden auch Teile des Nachlasses und Schenkungen an Ehegatten oder registrierte Partner des Erblassers.

Besonders umstritten ist jedoch die rückwirkende Anwendung ab dem 1. Januar 2012. Bereits die Initiative-Lancierung hatte dazu geführt, dass vor Ende 2011 Tausende aus Angst vor der Steuer ihr Vermögen an ihre Nachkommen überschrieben.

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Funk, Embrach
    Herr Fauser, ihre politischen Vorschläge führen genau dazu, dass es den Reichen noch besser geht, während die Mittelschicht unter den Folgen leidet! Nun ja wenn sie zu den oberen 3% gehören kann man das nicht verübeln, da wollen sie einfach möglichst viel Geld auf ihrem Bankkonto (oder dem ihrer Kinder) sehen. Wieder einmal darf ich den ruhmreichen Matter zitieren: "Dene wos guet geit gings besser, giengs denne besser wos weniger guet geit". Der Weg dazu ist die Umverteilung.
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    1. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Sind Sie T. Funk auch schon auf die Idee gekommen, dass der Fritzli aus dem Mittelstand in die 3% fällt, NUR weil seine Immobilie auf dem Papier in diese Kategorie fällt, auch OHNE dass er viel Geld auf seinem Konto hat sondern täglich dafür arbeiten und auf viel verzichten muss? Oder können Sie aus lauter GELD-Gier gar nicht soweit denken?
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    2. Antwort von Tobias Funk, Embrach
      Ich weiss ja nicht wieviel sie so für ein Haus zahlen aber bei einem 2 Millionenhaus kriegen sie eine ziemliche Hütte/Palast. Ausserdem brauchen sie auch ein zwingend hohes Einkommen, wollen sie sich nicht hoffnungslos verschulden (mit 7'000 im Monat geht das nicht, ausser man will keine Kinder aber dann hat man genug Geld). Einfamilienhausbesitzer fallen also nicht in diese Kategorie, weil sie die 2 Millionenmarke kaum überschreiten können. Mit mehreren Immobilien muss man halt eine verkauf...
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    3. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Sie schreiben Blödsinn T. Funk. 1. Geht es nicht ums Kaufen, sondern Erben von Sachen, dessen Wert auf dem Papier gestiegen ist. 2. Haben Sie keine Ahnung von Immoblienpreisen! 3. Sind in den 3% lediglich die steuerbaren Nettovermögen enthalten. Nach Abzug von Hypotheken und die 2. + 3. Säule sind darin auch nicht enthalten. Also bitte nicht immer nur nach Geld lechzen, sondern auch mal nachdenken. Diese Initiative trifft NICHT Bargeld, sondern hauptsächlich angebliches "Vermögen" OHNE GELD...
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Diese sozialistischen Irrwege da unten zu lesen erschwert es einem hier sachlich zu bleiben. Die Erbs.st. ist die 2.ungerechteste Steuer,nebst Mwst um den ausufernden Staat zu finanzieren, denn sie bedeutet eine nochmalige Besteuerung bereits Versteuertem. Um die Probleme der AHV oder allg. des ausufernden Sozialstaates! zu lösen, müsste zunächst die PFZ gekündet werden, das Asylunwesen abgeschafft und Sozialausgaben gekürzt werden. Hinzu mehr Eigenverantwortung statt mehr Staat!
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    1. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Das System nicht begriffen: Die Erwerbstätigen produzieren 100% des Sozialprod. Sie erhalten dafür 80% der Einnahmen, 20% gehen an das Kapital. Die Erwerbstätigen können nur 80% des Sozialprod. kaufen. Die Kapitalertragsempfänger wollen die Erträge meist nicht alle ausgeben sondern wieder anlegen -> das System ginge nicht auf, wenn sich Private und/oder der Staat nicht immer mehr verschulden würden um den Markt leer zu kaufen->Schulden- und Vermögenswachstumsspirale sowie Wachstumszwang.
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    2. Antwort von H. Bernoulli, Zürlich
      Fortsetzung: Eine Erbschaftssteuer bringt das System wieder ins Lot, in dem die Ersparnisse derjenigen, welche ein Leben lang mehr eingenommen haben als ausgegeben, wofür sich andere verschulden mussten, nun dem Konsum zugeführt werden, wobei die anderen ihre Schulden abtragen können. Schuldenabbau wie auch Vermögen bilden bedingt, dass jemand anderes mehr ausgibt, als er einnimmt. Eine Erbschaftssteuer ist der notwendige Ausgleich für lebenslanges mehreinnehmen als ausgeben.
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    3. Antwort von Annina Amonn, Gümligen
      Ja, genau richtig. Ich befürchte, dass sich die Schweiz immer mehr Richtung DDR bewegt. Was aus dem ehemaligen Land geworden ist, wissen wir alle!
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  • Kommentar von Tobias Funk, Im Grund 19
    Nicht ganz 3% (185'000) aller Schweizer sind Millionäre, alle anderen betrifft diese Steuer nicht! Im Gegenteil, wenn 2/3 in die AHV gehen kommt sie dem MITTELSTAND zu Gute und kann die explodierenen Kosten etwas abfedern (oder lösen?). Die Schweiz ist wohl das einzige Land in dem 97% der unteren hart arbeitenden Bevölkerung im Sinne der 3% "Bonzen" stimmen.
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    1. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      Ausser vielleicht dem Bauernstand gibt es niemanden mehr der in der Schweiz hart arbeitet. Die moderne 40-Stunden Woche wird von den meisten Berufsgruppen im Sitzen absolviert. Und diejenigen die Stehen oder Gehen beim Arbeiten sind meistens Ausländer.
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