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Ersatzwahl in den Bundesrat Die CVP schickt Amherd und Z'graggen ins Rennen

Legende: Video Amherd zu ihren Zielen: «Das Vertrauen in die Institutionen stärken» abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.11.2018.
  • Die Walliser Nationalrätin Viola Amherd und die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen sind die offiziellen Bundesratskandidaten der CVP.
  • Das hat die Fraktion am Freitagabend entschieden.
  • Elisabeth Schneider-Schneiter und Peter Hegglin sind damit aus dem Rennen.

Die 56-jährige Walliserin Viola Amherd sitzt seit 2005 im Nationalrat. 1993 bis 1996 war sie Stadträtin von Brig-Glis, danach Vizepräsidentin und schliesslich 12 Jahre lang Präsidentin der Stadtgemeinde. In diesem Amt hat sie sich das Rüstzeug für das Regierungsamt auf Bundesebene geholt. «Mein Ziel ist es, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Institutionen und auch in die Behörden und in die Politik verstärkt werden kann», sagte Amherd nach ihrer Nomination.

Von Anfang an gute Chancen

Amherd ist Vizepräsidentin der CVP-Bundeshausfraktion sowie Mitglied der Rechtskommission und der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen. Die Anwältin und Notarin ist zudem vielfache Stiftungs- und Verwaltungsrätin, unter anderem bei der BLS, bei der Matterhorn Gotthard Bahn und der Spitalgruppe GSMN. Ausserdem präsidiert sie den Verband Glasfasernetz Schweiz.

Mit diesem beruflichen und politischen Hintergrund waren Amherd von Anfang an gute Chancen im Rennen um die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard eingeräumt worden. Doch dafür muss sie sich zuerst noch gegen die parteiinterne Konkurrenz durchsetzen.

Keine Hausmacht

Mit Amherd hat die CVP-Fraktion nämlich auch die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen nominiert. Dies eher überraschend: Z'graggen hat unter der Bundeshauskuppel keine Hausmacht und ist national bisher wenig bekannt. Die 52-jährige Justizdirektorin gehört zum konservativen Flügel der CVP. Sie hat sich aber im Natur- und Heimatschutz einen Namen gemacht. «Konkordanz ist der Königsweg der Schweiz, die CVP ist Garantin für eine starke Konsens-Politik, dafür stehe ich als Regierungsrätin seit 14 Jahre ein», sagte Z'graggen nach ihrer Nomination.

Legende: Video Z'graggen: «Ich stehe für starke Konsens-Politik» abspielen. Laufzeit 00:26 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.11.2018.

«Die Fraktion hat die Kandidaten angehört und alle vier Kandidaten für wählbar befunden», sagte Fraktionspräsident Filippo Lombardi. Man habe dabei keine Frauenquote erreichen wollen. Amherd und Z'graggen hätten die Mehrheit erreicht, so Lombardi weiter.

Legende: Video Lombardi zum Wahlprozedere innerhalb der CVP abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.11.2018.

Als nächstes werden die Nominierten von den übrigen Fraktionen auf ihre Bundesratstauglichkeit geprüft. Die Hearings finden in der Regel am ersten und am zweiten Dienstag der Session statt. Diese beginnt am Montag in einer Woche.

Die Bundesrats-Ersatzwahl findet am 5. Dezember statt. Die CVP muss den Sitz von Doris Leuthard neu besetzen. Mit ihr tritt auf Ende Jahr auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann zurück. Die FDP hat am Freitag Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter (SG) und Ständerat Hans Wicki (NW) nominiert.

Bildvergleich

Regler nach links verschieben Regler nach rechts verschieben
Legende:So positionieren sich die CVP-KandidatinnenViola Amherd wird eher dem linken Flügel ihrer Partei zugerechnet, Heidi Z'graggen positioniert sich eher am rechten Rand.

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho (marlies artho)
    Bei der Abstimmung betreffend Bundesratswahl nein in die Urne legte, muss man nun mit dem Vorlieb nehmen wer das Parlament wählt. Zudem die beiden Rücktritte CVP,FDP sind für mich irgendwie befremdend, da normalerweise eine Legislatur der gewählten BR eigentlich vier Jahre dauern würde. Ist dies Taktik, um so im nächsten Jahr bei Parlamentswahlen einen gewissen Vorsprung zu ergattern?So lasse ich mich überraschen, wer gewählt wird,sei dies bei der CVP, oder FDP ändern kann man sowieso nichts.
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    1. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Sie haben mit ihrer Vermutung recht. Aber wir Schweizer müssen endlich aufhören zu sagen: da kann man nichts machen! Das ist eine lächerliche Aussage, denn man kann immer etwas machen, früher oder später und wenn man den Willen hat "etwas zu machen". Dieser Spruch zeigt nur auf, dass es viele faule und schwache Schweizer gibt!
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    2. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      sorry M. Roe von nichts machen habe ich nicht geschrieben, sondern, ändern kann man sowieso nichts mehr. Da bei der Abstimmung damals, die Stimmberechtigte Bevölkerung die Chance verpasste, den Bundesrat selber zu wählen so wurde dies abgelehnt, was ja auch zu respektieren gilt, deshalb wählt jetzt das Parlament die BR. Ja bei den Parlamentswahlen im nächsten Jahr, kann man vielleicht etwas ändern, jedoch im jetzigen Moment leider nicht.
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  • Kommentar von Daniel Bucher (DE)
    Das schwächste Ticket aller Zeiten.
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  • Kommentar von U. Salzmann (pfefferusalz)
    Mit grosser Genugtuung sehe ich, dass Fremdsprachenkenntnisse doch angemessen gewichtet werden für einen zukünftigen BR. Zudem ist wohl aufgefallen, dass Hegglin ein eher farbloser Typ ist und wenig Dynamik ins Gremium bringen würde.
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