Falsche Bombendrohung löst Einsatz der Luftpolizei aus

Ein israelisches Passagierflugzeug ist am Morgen von Schaffhausen bis Altenrhein von zwei Flugzeugen der Luftwaffe begleitet worden. An Bord von Flug LY 2 gab es eine Bombendrohung – die sich als falsch erwiesen hat. Die Kampfjets flogen mit Überschallgeschwindigkeit von Payerne nach Schaffhausen.

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Luftpolizei-Einsatz wegen El-Al-Maschine

1:45 min, aus Tagesschau vom 5.7.2016

Die Schweizer Luftwaffe hat am Morgen eine israelische Passagiermaschine auf ihrem Flug durch den Schweizer Luftraum begleitet. Auslöser dafür waren Hinweise auf eine Bombe an Bord. Die Boeing 747 der israelischen Fluggesellschaft El Al war unterwegs von New York nach Tel Aviv. Sie landete planmässig am Mittag in Tel Aviv, wie El Al mitteilte.

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Bildlegende: Die El-Al-Maschine überflog die Schweiz im Norden. PD

Die Schweiz war von der französischen Luftverkehrsbehörde informiert worden, dass es im französischen Luftraum einen Zwischenfall mit einer israelischen Passagiermaschine gebe, sagte der Chef der Schweizer Luftwaffe, Aldo Schellenberg, der «Tagesschau»:

«Wir haben daraufhin unseren Luftpolizeidienst ausgelöst mit einem Alarmstart und das Flugzeug beim Einflug in die Schweiz identifiziert und beim Überflug begleitet»

Zwei bewaffnete F/A-18 Kampfflugzeuge starteten um 8:30 Uhr vom Militärflugplatz Payerne (VD) zu einer «Hot Mission» und begleiteten das Flugzeug auf seinem Flug durch den Schweizer Luftraum während rund sieben Minuten. «Das Ganze lief sehr diskret ab. Wir haben das Passagierflugzeug mit den zwei F/A-18 von hinten so begleitet, dass niemand im Flugzeug etwas davon gemerkt hat», erklärte Schellenberg. Die Piloten hätten keinen Funkkontakt mit der Besatzung des Flugzeugs gehabt.

Überschallknalle nach Alarmstart

Nach dem Alarmstart in Payerne für den Luftpolizeidienst-Einsatz über Schaffhausen verursachten die zwei Kampfjets zwei Überschallknalle, die in weiten Teilen der Schweiz zu hören waren. Ein Alarmstart für eine sogenannte «Hot Mission» wird ausgelöst, wenn Luftfahrzeuge entweder die Lufthoheit verletzen, die Luftverkehrsregeln missachten oder sich in einem Notfall befinden. «Hot Missions» gibt es rund 40 pro Jahr.

Ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums teilte mit, bei den US-Flugbehörden sei eine anonyme Bombendrohung eingegangen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Es sei behauptet worden, in der Küche des Flugzeugs befinde sich eine Bombe. Eine Untersuchung habe ergeben, dass sich keine Bombe an Bord befinde. Das Flugzeug setzte darum seine Reise planmässig fort.

El Al teilte mit, dass die Bombendrohung sich als falsch erwiesen habe. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass das Flugzeug «sauber» war. Die Boeing 747 landete am Mittag planmässig auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv.

Besonders strenge Sicherheitsvorkehrungen

Wie Valdi Barossa, Mediensprecher der Flugsicherungsbehörde Skyguide, gegenüber SRF News sagte, gehe es darum, Sichtkontakt mit den Piloten des Passagierflugzeuges herzustellen, um die Situation zu analysieren und die Lufthoheit der Schweiz zu gewährleisten.

El Al ist die grösste Fluggesellschaft Israels. Aufgrund der ständigen Bedrohung durch Terroranschläge werden Flüge der El Al unter besonders strengen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt.