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Schweiz FDP fasst einstimmig Ja-Parole zur Unternehmenssteuerreform III

Die FDP hat sich an der Delegiertenversammlung einstimmig für die Unternehmenssteuerreform III ausgesprochen. Auch in der EU-Politik zeigt sich die Partei geeint: Die Bilateralen sollen verteidigt werden. Die Initiative «Für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» wurde klar abgelehnt.

Legende: Video FDP will für den Erhalt der bilateralen Verträge kämpfen abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.10.2016.

Die FDP hat an der Delegiertenversammlung in Montreux vorzeitig Position zur Unternehmenssteuerreform III (USR III) bezogen. Die Delegierten beschlossen einstimmig, die Reform anzunehmen.

Petra Gössi und Johann Schneider-Ammann bei einer Abstimmung an der Delegiertenversammlung.
Legende: Einstimmigkeit bei der FDP: Parteipräsidentin Gössi und Bundespräsident Schneider-Ammann an der Versammlung in Montreux. Keystone

Die Linke hat das Referendum gegen die Vorlage eingereicht, weil der Bund durch die USR III kurzfristig über eine Milliarde Franken jährlich weniger einnehmen würde.

Langfristig werde diese Investition durch den Erhalt der Standortattraktivität mehr als wettgemacht, ist die FDP überzeugt. Auch Bundesrat und Parlament befürworten die Reform. Die Abstimmung dürfte voraussichtlich am 12. Februar 2017 stattfinden.

Schneider-Ammann wirbt erfolgreich für bilaterale Verträge

Zuvor hatte Bundespräsident Johann Schneider-Ammann an der Delegiertenversammlung ein Bekenntnis zu den bilateralen Verträgen abgelegt. Die Schweiz sei wirtschaftlich in einer komfortablen Lage, sagte der FDP-Bundesrat in seiner Rede. Sie habe es im dritten Jahr in Folge geschafft, ein Überangebot an Lehrstellen zu haben.

Viele Länder würden die Schweiz um diese Situation beneiden, sagte Schneider-Ammann weiter. Die Schweiz müsse alles dafür tun, um die bilateralen Verträge erhalten zu können. Denn die Schweizer Wirtschaft brauche die besten Rahmenbedingungen. Die Delegierten stimmten einstimmig mit drei Enthaltungen denn auch einem Positionspapier «Ja zu den Bilateralen Verträgen, Nein zum EU-Beitritt», Link öffnet in einem neuen Fenster zu. Die Bilateralen wurden als Königsweg für die Schweiz bezeichnet.

Nein zum «geordneten Ausstieg aus der Atomenergie»

Deutlich Nein sagten die Delegierten zur Volksinitiative «Für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie». Auch dieses Votum fiel mit 239 Nein- zu vier Ja-Stimmen bei sechs Enthaltungen deutlich aus.

Über die Ausstiegsinitiative der Grünen stimmt das Schweizer Volk am 27. November ab.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Mathys (wmathy)
    Da werde ich NEIN Stimmen. Das Angelsächsische System ist der Killer für unsere Gesellschaftsordnung in Europa resp. Schweiz. Hört mal auf, immer den Amis naxh zu Äffen. Man sieht ja, wo das hinführt.
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Nein zu diesen Bilateralen Knebelverträgen. Bauen wir wieder auf Freihandelsverträge. Damit sind wir besser gefahren. Zwar nicht von 0 auf 100, dafür gleichmässig, stabil & breiter verteilt, weil alle vom Wachstum profitiert haben. Heute profitieren nur noch Grosskonzerne, ihre Manager & Politiker/Innen, welche ihnen zudienen. Wenn diese Bilateralen so gut für uns wären, müssten heute nicht immer mehr Schweizer KMU-Betriebe Konkurs anmelden.
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    1. Antwort von L. Leuenberger (L.L.)
      Waeden. Genau. Bilaterale Verträge, die nicht verhandelbar sind und den Umständen entsprechen abgeändert und angepasst werden dürfen, gibt es nicht.CH Politik orientiert sich nur an der immer noch sich selbst zu erfinden probierenden EU und den nachweislich unsozialen Weltkonzernen. Das Mittelland ist zubetoniert, beim RAV sind 60 000 Neuankömml. bereits angemeldet(aus nur 3 Branchen). Freihandelsverträge sind korrekter und delegieren Verantwortung an die Wirtschaftsprofiteure. Bilaterale weg.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Das Oberkommando der FDP gibt bekannt.....!
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