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Wäre ein Ess- und Trinkverbot im ÖV nötig?
Aus HeuteMorgen vom 26.01.2021.
abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
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Gefahr durch Aerosole Braucht es ein Ess-Verbot in den Zügen?

Beim Essen im Zug darf man die Maske kurz abnehmen. Diese Ausnahme wird jedoch missbraucht. Nun reagieren BAG und SBB.

Letztes Wochenende im Intercity von Zürich nach Chur. Ein Paar, Mitte 40, richtet sich gemütlich in seinem Abteil ein, isst, trinkt und plaudert ununterbrochen. Die Masken haben beide abgelegt.

Nach einer Stunde bittet sie ein anderer Zugpassagier, die Masken wieder aufzusetzen. Das Pärchen weigert sich. Das sei erlaubt. Schliesslich seien sie am Essen.

Party in der S-Bahn

Ein zweites Beispiel: Weil die Bars und Clubs geschlossen sind, bestreiten mehrere Jugendliche im Grossraum Zürich ihren Ausgang im Zug. Sie decken sich mit Alkohol ein und fahren mit der S-Bahn mehrmals dieselbe Strecke hin und her, wie der «Tagesanzeiger» neulich berichtete.

Sowohl die Jugendlichen wie auch das essende Pärchen verstossen gegen die Corona-Verordnung. Denn das Ausziehen der Maske zum Trinken oder Essen im Zug sind darin zwar erlaubt, allerdings nur für kurze Zeit.

Fälle, in denen diese Ausnahme offensichtlich für längere Mahlzeiten oder Trinkgelage missbraucht wird, müssten vom Bahnpersonal analog der Maskenpflicht behandelt werden.
Autor: Bundesamt für Gesundheit

Auf Anfrage von SRF präzisiert das Bundesamt für Gesundheit (BAG): «Fälle, in denen diese Ausnahme offensichtlich für längere Mahlzeiten oder Trinkgelage missbraucht wird, müssten vom Bahnpersonal analog der Maskenpflicht behandelt werden. Also ansprechen und wenn nötig büssen.»

Weder SBB noch Bund wollen Verbot

Fragwürdig bleibt jedoch, wie das in der Praxis kontrolliert wird. Wo ist die Grenze zwischen kurz etwas zu sich nehmen und einem Ess- und Trinkgelage? Am einfachsten und konsequentesten wäre wohl ein generelles Trink- und Essverbot in der Bahn. Ein solches wollen jedoch weder SBB noch Bund.

Wegen der immer lauter werdenden Kritik von Fahrgästen will man sich der Problematik jetzt aber annehmen. So erklärt das BAG gegenüber SRF: «Das BAG wird mit Postauto und SBB, den Systemführern im öffentlichen Verkehr, besprechen, wie in solchen Fällen zielführend vorgegangen werden kann.»

Die SBB bestätigt auf Nachfrage, dass man zusammen mit Postauto Massnahmen prüfe. Möglich wären etwa eine Flyer- oder Plakatkampagne. Von einem Ess- und Trinkverbot ist aber nicht die Rede.

Wie stehen Sie zu einem möglichen Essverbot in Zügen? Sagen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren.

HeuteMorgen, 26.01.2021, 06:00 Uhr

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233 Kommentare

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  • Kommentar von Milena Fässler  (1342031)
    Es ist schon besorgniserregend, dass hier über 200 Äusserungen aufeinandertreffen, aber ich im Zug noch nie ein Gespräch führte oder mitbekam, dass sich jemand gestört fühle vom Essen eines Passagiers.
    Wieso brauchen wir heute für alles Gesetze? Wo ist der gesunde Menschenverstand, die offene Kommunikation und Verständnis geblieben?
    Falls sich jemand wirklich gestört fühlt und dies angemessen zu Wort bringt, werden die Meisten doch Rücksicht nehmen.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Prioritär ist vor allem das "korrekte" Tragen, Auswechseln, der Umgang mit der Maske!
  • Kommentar von Marc Wernli  (Marc Wernli)
    Das BAG wird immer lächerlicher immer mehr verbieten wenn es jemand stört oder Angst hatt wenn jemand im Zug isst oder trinkt der sollte kein öv benutzen!