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Corona-Krise: Wirtschaft nimmt hohe Corona-Zahlen in Kauf
Aus Tagesschau vom 09.04.2021.
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Geforderte Lockerungsschritte SRF-Community: Sind 30'000 Infektionen pro Tag vertretbar?

In einem Interview der Tagesschau fordert der Präsident des Arbeitgeberverbandes, Valentin Vogt, dass man nach der Impfung der Hochrisikopatienten umgehend lockern soll. Dafür würde man auch bis zu 30'000 Infektionen täglich in Kauf nehmen. Die Aussage schlägt in der SRF-Community hohe Wellen. Der Hashtag #VogtMussWeg ist auf Twitter zwischenzeitlich auf Platz 1 der trendenden Hashtags in der Schweiz.

Wenn die Risikopatienten geimpft sind, werden etwa drei Viertel der Hospitalisationen wegfallen. Das heisst, wir könnten dann mit Fallzahlen von 20’000 bis 30'000 pro Tag leben, ohne dass die Spitäler an den Anschlag kämen
Autor: Valentin VogtPräsident Arbeitgeberverband

Eine zu kurzsichtige Strategie?

Die Aussage von Valentin Vogt stösst bei einem Grossteil der Kommentierenden auf Unverständnis. So schreibt Thomas Moser, dass hier eine sehr kaltherzige Strategie verfolgt werde und eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus der Wirtschaft nur noch mehr schaden werde. Joachim Schwander vermutet, dass der Präsident des Arbeitgeberverbands vergessen habe, dass mehr Infektionen auch zu mehr Mutationen führen. Auch der Faktor der Long-Covid-Erkrankungen werde nicht berücksichtigt, schreibt Olivier Dombas.

Eine Person, die so etwas fordert, ist nicht tragbar. Sie zeigt so, dass Vermögen mehr zählt als die Gesundheit von Menschen.
Autor: Alex VolkartSRF-User

Einige User hinterfragen zudem die epidemiologische Kompetenz von Valentin Vogt: Nach Gianni Romagnoli ist er ein Laie, was Medizin anbelangt und auch Max Herren weist auf eine zu kurzfristige Sichtweise dieser geforderten Massnahmen hin.

Ein tragbares Risiko?

Doch nicht alle in der Community empfinden die Forderungen als kurzsichtig: SRF-User Andi Dinkelmann schreibt, dass der Schutz der Bevölkerung nach der Impfung der Risikopatienten nicht mehr die Sache des Staats sei. Auch Johann Wieser würde nach der Impfung der Risikogruppe auf weitere, zwingende Einschränkungen verzichten wollen.

Als Wirtschaftsführer kann man sagen was man will, es endet in einem Shitstorm!
Autor: Samuel MüllerSRF-User

Als Tontechniker schränken ihn die Massnahmen besonders ein und er wisse langsam nicht mehr wie weiter, schreibt Stefan Fischer und wünscht sich umgehende Lockerungen. Für Daniel Ast zeigt die Aussage des Arbeitgeberverbands auf, dass es einen faktenbasierten Diskurs rund um die Lockerung braucht. Bei ständig wechselnden Richtwerten für Lockerungen sei es schwierig, die richtigen Massnahmen für den Weg aus der Krise zu definieren.

Die Aussage des Arbeitgeberverbands polarisiert die SRF-Community. Wie stehen Sie zu der Aussage des Arbeitgeberverbands? Liegen bis zu 30'000 Infektionen pro Tag drin? Sagen Sie es uns in den Kommentaren.

Tagesschau vom 09.04.2021, 19:30 Uhr

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124 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Güller  (Roland Güller)
    Die Presse ist das schlimmste Übel.
  • Kommentar von Peter Meier  (pe_mei)
    Das erste mal dass die Verluste nicht nur durch die Bevölkerung getragen wird sondern auch durch die Unternehmer. Sobald weitere folge Probleme auftreten ist das nicht mehr das Problem der Wirtschaft oder der SVP. Man wird die Betroffenen dann wieder als Scheininvalide brandmarken. Ev. müssen wir wirklich umdenken. Dann können wir Arbeitsschutz, Verkehrssicherheit u.s.w in Frage stellen. Weil 30000 Kranke oder Verunfallte mehr sind ja kein Problem. Die Prämien bezahlt ja der Arbeitnehmer.
  • Kommentar von Andreas Benz  (ABE)
    Es wäre diplomatischer gewesen von Herrn Vogt, es bei der Forderung nach Lockerungen zu belassen und keine Zahl zu nennen. Doch weil dann wieder aufgeheult wird, wenn die Zahlen steigen, musste er diesen Zusatz halt mit aussprechen. Die Angst ist inzwischen allgegenwärtig, was auch diese Umfrage hier zeigt, dank der Medienberichterstattungen seit einem Jahr. An alle von der Angst Geplagten: Infiziert heiss nicht krank, Messmethode ist umstritten, und überdenkt mal Euer Verhältnis zu den Medien.
    1. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Das Thema ist nicht Angst, sondern Verantwortungsgefühl und Respekt.