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Arbeitslosenversicherung bald schuldenfrei
Aus Tagesschau vom 17.01.2019.
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Gesunde Finanzen Arbeitslosenversicherung ohne Schulden: Sinken nun die Beiträge?

  • Nach vielen Jahren mit Milliarden-Defiziten ist die Arbeitslosenversicherung 2019 erstmals schuldenfrei.
  • Die Arbeitgeber möchten bald die Lohnbeiträge senken, weil sich sogar Überschüsse abzeichnen.
  • Die Gewerkschaften fordern: Die Überschüsse sollen älteren Arbeitslosen zugutekommen.

Die Arbeitslosigkeit ist in der Schweiz so tief wie seit Jahren nicht mehr. 2,6 Prozent betrug sie im vergangenen Jahr.

Legende:
Entwicklung Arbeitslosenquote Seco

Dementsprechend hat sich auch die finanzielle Situation der Arbeitslosenversicherung verbessert. Laut Prognose des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco wird die ALV in diesem Jahr schuldenfrei sein.

Legende:
Schulden der Arbeitslosenversicherung In Mrd. CHF, *Hochrechnung **Prognose Seco

Grossverdiener sollen weniger Beiträge bezahlen

Weil die Arbeitslosenversicherung nun wieder gesund ist und die Konjunktur-Prognosen positiv, soll in zwei Jahren auch das so genannte Solidaritätsprozent wegfallen. Löhne von über 148'200 Franken Einkommen wurden seit 2011 mit einem zusätzlichen Prozent belastet, um die Arbeitslosenversicherung zu sanieren. Dieses Prozent spült jedes Jahr rund zusätzliche 300 Millionen Franken in die ALV.

«Das ist eine sinnvolle Umverteilung von Reich zu Arm», meint der Chefökonom des Gewerkschaftsbundes, Daniel Lampart. Der Gewerkschaftsbund will sich gegen die Abschaffung des Solidaritätsprozents wehren.

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SGB-Chefökonom Daniel Lampart «Grossverdiener müssen weiter zahlen»
Aus News-Clip vom 17.01.2019.
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Von einer Beibehaltung des Solidaritätsprozents hält der Arbeitgeberverband gar nichts. Das sei mit dem jetzigen Gesetz auch gar nicht möglich, weil der Solidaritätsbeitrag automatisch wegfalle, sobald die ALV gesund ist.

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Arbeitgeber-Direktor Roland Müller: «Das ist nicht denkbar»
Aus News-Clip vom 16.01.2019.
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Mehr Geld für ältere Arbeitnehmer?

In den nächsten Jahren zeichnen sich sogar Überschüsse bei der Arbeitslosenversicherung ab. Dieses Geld soll den älteren Arbeitnehmern ab 50 Jahren zugutekommen, fordert der Gewerkschaftsbund.

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SGB-Chefökonom Daniel Lampart: «Leistungen müssen verbessert werden»
Aus News-Clip vom 17.01.2019.
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Arbeitgeber wollen Beiträge kürzen

Nur weil die Arbeitslosenversicherung bald Vermögen statt Schulden habe, solle man nicht die Leistungen ausbauen, findet Arbeitgeber-Direktor Roland Müller. Im Gegenteil: Eine Senkung der Lohnbeiträge an die ALV sei bald angezeigt.

Ein Streit zwischen den Arbeitgebern und den Gewerkschaften um die Überschüsse in der Arbeitslosenversicherung ist also vorprogrammiert. Es geht um die grundsätzliche Frage, ob eine gesunde Versicherung mehr Leistungen auszahlen soll, oder ob generell weniger in das gesunde Sozialwerk einbezahlt werden kann.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi Hammer  (Ruedi Hammer)
    Der Tag ist nicht mehr fern, da werden sie uns noch erzählen, dass all die Arbeitslosen eine Stelle gefunden haben...
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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Es mögen keine Schulden mehr vorhanden sein. Aber wenn man die Zahlen der Arbeitslosen richtig berechnen würde, währen es deutlich mehr als 2,6 (Stand 2018). Denn z.B. Ausgesteuerte oder Arbeitslose die Kurse besuchen gelten nicht als Arbeitslose. Auch ist die Reduktion von 0,9 % nicht viel, wenn man bedenkt das bei korekter Zählung die Arbeitslosenzahlen deutlich höher sind.
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  • Kommentar von Ernst Küng  (NestorBS)
    Natürlich wollen die Arbeitgeber weniger zahlen. Dabei sind genau diese in der Regel für Arbeitslosr schuld. Die Vetsicherung würde gescheiter did Ü50 usw finanziell untersützen, resp. die Ausgesteuerten ( bzw. Sozialhilfe) unterstützen. Ohne Wenn und Aber.
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