Glückskette-Sammeltag: Über 7 Millionen Franken für Flüchtlinge

Am nationalen Tag der Solidarität für Flüchtlinge hat die Glückskette mehr als 7 Millionen Franken an Spenden gesammelt, um in den Nachbarstaaten der Kriegsländer wie auch jenen auf dem Fluchtweg zu helfen. An vorderster Front bürgte Bundesrat Burkhalter für die Aktion.

Syrischer Flüchtling mit Kind an der ungarischen Grenze zu Serbien. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf dem Weg in den Westen: Syrischer Flüchtling mit Kind an der ungarischen Grenze zu Serbien. Keystone

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Spenden Sie

Spenden ist jederzeit möglich

  • auf das Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Flüchtlinge»)
  • Unter der Telefonnummer 0800 87 07 07
  • online auf www.glueckskette.ch
  • über die Swiss-Solidarity-App der Glückskette

Die Glückskette hat im Rahmen des nationalen Sammeltags am Montag insgesamt 7'172'061 Franken an Spenden gesammelt. Das Geld wird eingesetzt, um gemeinsam mit ihren Partnerhilfswerken Tausenden von Flüchtlingen zu helfen. Dies sowohl in den Nachbarstaaten der Kriegsländer wie neustens auch auf dem Fluchtweg nach Europa.

Freiwillige engagierten sich bis um Mitternacht in den vier Studios der SRG in Zürich, Chur, Lugano und Genf und nahmen telefonisch Spendenversprechen entgegen.

Bekannte Schweizer bürgten für Anlass

Für den nationalen Glückskette-Spendentag liessen sich prominente Schweizer einspannnen. So rief Bundesrat Didier Burkhalter in einem Communiqué zur Solidarität auf.

«  Die Schweiz, das sind wir alle, dank unserem privaten Engagement. Dieser Tag ist genau diesem privaten Engagement gewidmet. »

Didier Burkhalter
Schweizer Ausseinminister

Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss, die Autoren Pedro Lenz und Franz Hohler und die Komikerin Birgit Steinegger nahmen gar persönlich die Anrufe spendewilliger Schweizer entgegen.

Geld geht vor allem an Nothilfe auf Balkanroute

Die Spenden erlauben es, die bereits angelaufene Nothilfe mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten und Kleidern weiterzuführen sowie Empfangszentren zu unterstützen, die psychologische Betreuung und Rechtsberatung anbieten.

«Im Moment brauchen unsere Partner-Hilfswerke vor allem Unterstützung für die Nothilfe auf der Balkanroute, wo die Menschen in Richtung Westen flüchten», betont Priska Spörri, Kommunikationsleiterin der Glückskette.

Bestehende Hilfsprojekte drohen auszulaufen

Doch auch bestehende Hilfsprojekte von Partner-Organisationen der Glückskette im Libanon, Jordanien, der Türkei und im Irak sind dringend auf weitere Mittel angewiesen. Über 30 Millionen Franken konnte die Glückskette in den letzten drei Jahren für diese Projekte sammeln. Diese 30 Millionen sind gemäss der Kommunikationsleiterin nun aber aufgebraucht.

«  Es ist besonders wichtig, dass wir die bisherigen Projekte weiter unterstützen – sonst laufen sie aus. »

Priska Spörri
Kommunikationsleiterin Glückskette

Zehn Partner-Hilfswerke bieten im Libanon, in Jordanien und im Irak Nothilfe an und neuerdings ebenfalls auf den Flüchtlingsrouten in Serbien, Griechenland und in Italien. Die Glückskette hatte seit dem Beginn der gegenwärtigen Aktion Ende August bis zum nationalen Spendentag bereits über sechs Millionen Franken für die Flüchtlinge gesammelt.

Glückskette-Direktor zählt auf die Schweiz

Glückskette-Direktor Tony Burger: «Wir konnten dank dieser Solidarität in den vergangenen vier Jahren rund 50 Projekte von Partner-Hilfswerken zugunsten von über einer halben Million Flüchtlingen in den Nachbarländern Syriens unterstützen.»