Zum Inhalt springen
Inhalt

Grippewelle hält an Die Kleinsten trifft es am härtesten

Die Schweizer Kinderkliniken stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Dabei ist die Grippe nicht die einzige Krankheit, die den Kleinkindern zu schaffen macht.

Legende: Video Vor allem kleine Kinder betroffen abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.02.2019.

Die aktuellen Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) belegen klar: Die Gruppe der 0- bis 4-Jährigen weist momentan die meisten Grippefälle aus. Dies bestätigt auch Patrick Haberstich, leitender Arzt Kindernotfall am Kantonsspital Aarau: «Wir stossen an Grenzen, müssen jeden Tag schauen, wo wir die kranken Kinder unterbringen können.» Aktuell würden sie 70 bis 120 Kinder täglich sehen, «die Hälfte davon mit grippalen Symptomen wie Fieber, Husten und Schnupfen.»

Atemnot bei Kleinkindern

Momentan verzeichnen die Kinderspitäler auch einen Anstieg beim respiratorischen Synzytial Virus RSV. Dieses kann bei Babys akute Bronchitis mit Komplikationen verursachen. Die Atemwege verschleimen, den betroffenen Kinder droht Atemnot und Sauerstoffmangel.

Säuglinge, die Anzeichen von Atemnot zeigen, kaum mehr trinken und essen und fast keinen Urin mehr ausscheiden, sollten von einem Kinderarzt abgeklärt werden. In zwei von hundert Fällen müssen Kinder mit RSV stationär behandelt werden. Das Virus wird über Tröpfchen- und Schmierinfektion weitergegeben, Hygiene ist besonders wichtig im Umgang mit Erkrankten.

Haberstich sieht im Kantonsspital Aarau noch kein Abflauen der Grippeerkrankungen. Kinderkliniken aus der Westschweiz melden hingegen bereits sinkende Zahlen.

Legende:
Grippefälle 2019 So viele Konsultationen pro 100'000 Einwohner gab es in der vierten Januarwoche schweizweit. Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

23 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    «die Hälfte davon mit grippalen Symptomen wie Fieber, Husten und Schnupfen.» - Fieber, Husten und Schnupfen sind bereits Heilungsprozesse... Mein Gott, auf der einen Seite wird beklagt,dass wir keine Abwehrkräfte mehr haben, auf der anderen Seite wird dies genau gefördert - nirgendwo ist die Gefahr einer Ansteckung durch hartnäckige Keime grösser als im Spital. Kleinkinder brauchen eine gesunde Betreuung zu Hause, und etwas Vertrauen in die Kräfte der Natur... :-) Spitäler sind da für Notfälle.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
    Wie viele, auch grössere Kinder, husten hemmungslos in der Gegend herum, einem mitten ins Gesicht oder bei Tisch über das Essen...... die "Alten" sagen nichts.... Es ist mühsam einem Kind beizubringen beim Husten die Hand vor den Mund zu halten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Das sollte man sowieso nicht machen. Wenn Sie in die Hand husten verteilen Sie die Viren dann direkt via Hände weiter. Alles was sie danach berühren ist dann kontaminiert. Wenn schon hustet man in ein Nastuch oder in die Ellenbeuge.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nicola Harrison (Nicola Harrison)
    Nicht das Virus oder das Bakterium ist die Ursache der Erkrankungen, sondern das veränderte Zell- und Gewebemilieu des Patienten, welches ein Wachstum von Viren und Bakterien begünstigt. Es muss daher alleine am Milieu des Patienten gearbeitet werden, sodass die Viren und Bakterien ihre Pathogenität (Krankheitsauslösende Fähigkeit) verlieren. (Louis Pasteur vs Antoine Bechamp)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andreas Müller (Hugh Everett)
      Welche Rolle spielen in dem Fall dann Bakterien und Viren? Ist die ganze Medizin, die seit der Entdeckung der Bakterien, Viren, Antibiotika und der Impfung Millionen Leben gerettet haben auf dem Holzweg?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
      @Andreas Müller: Infektionen haben natürlich auch mit dem Abwehrsystem des Körpers zu tun, da kann ich Fr. Harrison zustimmen. Wer ein gesundes Immunsystem hat ist weniger anfällig auf Infektionskrankheiten. "Erwischen" kann es natürlich trotzdem Jeden und Jede!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Andreas Müller (Hugh Everett)
      Das sehe ich ganz anders Frau Holzhammer. Sie können sich bester Gesundheit erfreuen und ein bärenstarkes Immunsystem haben und trotzdem in nullkommanichts an einem Virus sterben. Da können sie so lange am “Zellmilieu“ des Patienten arbeiten wie sie wollen, das Ebola Virus wird ihn umbringen, denn es es nun mal die Ursache von Ebola.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen