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Harte Zeiten in der Schweizer Gastro-Branche
Aus 10 vor 10 vom 17.06.2014.
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Schweiz Harte Zeiten für Schweizer Wirte

Die Beizer kämpfen mit schwindenden Umsätzen. Landauf, landab schliessen Restaurants. Doch wie schlimm ist die Lage wirklich?

Die Schweizer Wirte haben es schwer. Es leben zwar immer mehr Leute im Land, doch geben sie immer weniger für ein Menü im Restaurant aus.

Letztes Jahr sind die Einnahmen der Beizer erneut gesunken. 630 Millionen Franken weniger sind in die Kassen geflossen. Das entspricht einem Rückgang von 2,6 Prozent. In den letzten vier Jahren hat die Branche fast 18'000 Jobs verloren.

Betriebsauflösungen steigen

Wie es um die Gastronomie steht, zeigen auch Zahlen der Gastrosuisse. Über die letzten sechs Jahre hat der Branchenverband gemessen, wie viele Restaurants eröffnet und aufgelöst wurden.

Legende:
Betriebseröffnungen und -schliessungen Jährliche Neueintragungen und Löschungen von Restaurants im Handelsregister. Gastrosuisse

Die Zahlen belegen, dass die Betriebsauflösungen tendenziell zunehmen und Neugründungen eher stagnieren. Über die Grösse oder Art des Lokals machen sie keine Aussage. Gemäss Gastrosuisse kehren jedoch weniger Leute in herkömmliche Restaurants ein, während der Marktanteil von Take-Aways stetig steigt.

In den grossen Städten hat die Zahl der Gastronomiebetriebe zugenommen. Besonders schwierig sieht es jedoch für Beizen auf dem Land aus. Sie verschwinden nach und nach. Eine Auswertung des Bundesamts für Statistik bestätigt diese Tendenz:

Legende:
Anzahl der Restaurants in ländlichem Gebiet Entwicklung des Gesamtbestandes an Landbeizen. bfs

Gastrosuisse versucht nun, die Rahmenbedingungen für die Wirte zu verbessern. Dazu hat sie eine Volksinitiative zur Senkung des Mehrwertsteuersatzes lanciert. Sie soll von 8% auf 2,5% sinken – auf das Niveau des Detailhandels. Damit soll das Mittagsmenü erschwinglicher werden und die Branche konkurrenzfähig bleiben.

Leeres Restaurant mit Stühlen auf den Tischen
Legende: Vielen Schweizer Restaurants fehlen die Kunden. Keystone

Die Hürden erhöhen

Im Gespräch ist auch eine Verschärfung der Anforderungen für künftige Wirte. Der Wunsch des abtretenden Gastrosuisse-Präsidenten Klaus Künzli ist, «dass jeder Wirt die relevanten Fächer kennt, in denen er möglicherweise Schaden anrichten könnte.»

Der Kanton St. Gallen hat diese Anforderungen bereits wieder erhöht. Künftige Beizer müssen neu Kenntnisse in Rechnungswesen und Sozialversicherungsrecht vorweisen können. Auch andere Kantone wollen eine ähnliche Richtung einschlagen und wieder mehr Fachwissen verlangen.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler , Basel
    In allen Ländern begann das grosse Beizensterben nach Einführung von 0.5 0/00 und Rauchverbot. Nur durfte auf Druck der Regierungen nicht darüber berichtet werden. I, IR, UK über 30%. Baden-Württemberg musste Tempo Teufel das Gesetz ändern. 10'000ende von Arbeitsplätzen im unteren Lohnsegment weg. Ist auch logisch, Stammtisch gestorben, maximal 1 Bier, Ziggi vor der Türe, also wieso soll ich noch in eine Beiz.
  • Kommentar von Hans Bernasconi , Altdorf
    Ist doch völliger Mumpitz. Ich mache keine Autowerkstatt auf, warum? weil ich keine Ahnung davon habe. Für das Kollektivverständnis ist die Gastronomie eher ein Hobby wo man leicht Geld verdienen kann. Kleiner Hinweis an alle Hobbyköche die vor der Selbständigkeit stehen: Reingewinnquote liegt zwischen 0.8 und 1.1%, der Wirt verbringt in der Regel gegen 15 Stunden in seinem Betrieb und kennt keine Feiertage. Ich bin Hotelier und Restaurateur und möchte von Profis verköstigt werden.
  • Kommentar von Michael Räumelt Unternehmenberatung , Zillis
    Jammern und das eigene Versagen auf andere bzw.auf die Krise schieben (welcher?). Die Krise fängt bei den meisten in der Küche an und hört im Service usw. auf. Wenn ein Betrieb zb. noch nicht einmal richtige Schweizer Rösti machen kann, dann ist er kein Unternehmer sondern ein Unterlasser und sollte abtreten statt auftreten.