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Schweiz «Ich werde alles tun, was der CVP Erfolg bringt»

Gerhard Pfister ist neuer Präsident der CVP Schweiz. Der 53-jährige Zuger Nationalrat wolle sich, erstmals bei den Wahlen 2019, am Erfolg messen lassen.

Legende: Video Gerhard Pfister – Rollenwechsel als Parteipräsident abspielen. Laufzeit 1:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.04.2016.

Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister ist neuer Präsident der CVP. Seine Wahl war unumstritten – ausser ihm hatte sich niemand für die Nachfolge von Christophe Darbellay zur Verfügung gestellt. 340 der 376 anwesenden Delegierten stimmten in Winterthur für Pfister.

Der 53-jährige gehört zum rechten Flügel der CVP und sitzt seit 2003 im Nationalrat.

Ich werde alles tun, was der CVP Erfolg bringt.
Autor: Gerhard PfisterNeuer Präsident CVP

Pfister versprach, er werde sich am Erfolg messen lassen – «erstmals bei den Wahlen im Jahr 2019».

Als Vizepräsidentin wiedergewählt wurde Ida Glanzmann. Vizepräsident wird Yannick Buttet.

Darbellay: «Wir sind unter Druck»

Zuvor hatte sich der abtretende Präsident Christophe Darbellay an der Delegiertenversammlung offiziell von seinem Amt verabschiedet. Die zehn Jahre als Präsident seien sehr schön gewesen. Seinem Nachfolger bleibe aber viel Arbeit.

«Wir sind unter Druck», sagte Darbellay in seiner Abschiedsrede. In vielen Kantonen, die bevölkerungsreich seien, habe die CVP bis jetzt leider nicht Fuss fassen können.

Fortpflanzungsgesetz sorgt für Diskussionen

Nebst der Wahl des neuen Präsidenten hat die CVP Schweiz in Winterthur die Parolen für die Abstimmung vom 5. Juni gefasst: Ja sagt die Partei zur Asylgesetz-Revision. Die Volksinitiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung» lehnt die CVP ab. Nicht einmal diskutieren wollte man über das Bedingungslose Grundeinkommen und die Service-Public-Vorlage. Zu beiden Vorlagen wurde die Nein-Parole beschlossen.

Nicht einig waren sich die Delegierten bei der Fortpflanzungsvorlage. Nach längerer Diskussion wurde schliesslich mit 191 zu 132 Stimmen die Ja-Parole gefasst. Ein Antrag auf Stimmfreigabe scheiterte. Viele Delegierte befürchteten bei einer Ja-Parole, dass bei einem Ja zwischen wertem und unwertem Leben unterschieden werden könne. Mit dem neuen Gesetz soll die Präimplantationsdiagnostik zugelassen werden. Durch künstliche Befruchtung erzeugte Embryonen sollen genetisch untersucht werden dürfen.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Eines der Hauptprobleme im Titel akzentuiert ausgedrückt, Gratulation! Es geht nicht um erfolgreiche Politik im Sinne des Gemeinwohls, sondern im Sinne der eigenen Macht und Partei. Die Folgen sind sekundär.
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  • Kommentar von Fadri Pitsch (FP)
    Nein, mich hat Pfister noch nie überzeugt. Wenn wenigstens das C aus dieser engstirnigen Partei verschwinden würden. Eine mit C gefällt mir ein wenig besser. Das ist BR Leuthard. Was Darbelay zustande brachte, bringt Pfister allemal. Meine Prognose bei den nächsten Wahlen in 4 Jahren. (C) VP wird weit unter 10 % liegen. Pfister vertritt knallharte Haltung und hat von Respekt anderen Kulturen gegenüber 0 % Respekt. Ein Polterer, unwürdiger Präsident unanständiger Wortverdreherei
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Eigentlich müsste Gerhard Pfister zurufen: "Ich werde alles tun, um den linken Medienschaffenden zu gefallen!" Das wäre viel ehrlicher gewesen! Ja nun, lassen wir den neuen CVP-Präsidenten vorerst einmal arbeiten, statt zu kritisieren! Jeder Job verlangt eine gewisse Zeit an Einarbeitung, Abklärungen und Erfahrungen! Das ist auch in der politischen Arbeit als Partei-CEO nicht anders!
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