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Schweiz Initiantin «schockiert» über Umsetzung der Pädophilen-Initiative

Die Urheberin der Pädophilen-Initiative zeigt sich «bestürzt» über die Umsetzungspläne des Bundesrates. Der Wille des Stimmvolkes werde nicht entsprechend umgesetzt, kritisiert Christine Bussat.

Aufnahme der Urheberin der Pädophilen-Initiative Christine Bussat.
Legende: Ist nicht zufrieden mit den Vorschlägen des Bundesrates: Christine Bussat. Keystone/Archiv

Die Urheberin der Pädophilen-Initiative, Christine Bussat, reagiert «bestürzt und schockiert» auf die Umsetzungspläne des Bundesrates. Insbesondere der Vorschlag, das Tätigkeitsverbot für pädophile Straftäter nach einer gewissen Dauer zu überprüfen, stösst ihr sauer auf.

Beide Varianten, die der Bundesrat in die Vernehmlassung gegeben hat, sehen eine Überprüfung des Tätigkeitsverbots auf Gesuch des Verurteilten vor. Unter bestimmten Voraussetzungen soll das Verbot, mit Kindern zu arbeiten, eingeschränkt oder aufgehoben werden können.

«Mit den beiden Gesetzesentwürfen wird die Initiative nicht buchstabengetreu und nicht dem Willen des Stimmvolkes entsprechend umgesetzt», sagte Bussat.

Mit den vorgesehenen Ausnahmebestimmungen für leichte Fälle, etwa für die einvernehmliche Jugendliebe, zeigte sich die Gründerin der Vereinigung «Marche Blanche» hingegen einverstanden. Man habe sich immer dafür ausgesprochen, dass eine Jugendliebe kein lebenslängliches Tätigkeitsverbot zur Folge haben solle, sagte Bussat.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Die Kinderlose Bundesrätin Sommeruga, will einmal mehr, eine Volksinitiative nicht umsetzen, es handelt sich um die Pädophilen-Initiative. Sie will bei leichten Fällen kein Berufsverbot (was ist leicht ?). Falls eines erteilt wird, möchte sie dieses alle paar Jahre überprüfen lassen. Erstens ist dies nicht möglich und zweitens sollte auch eine Klavierlehrerin wissen, dass Pädophilie nicht heilbar ist. Wir möchten unsere Kinder schützen, nicht die Pädophilen Frau Sommeruga merken sie sich das.
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  • Kommentar von Martha Dummermuth, Sattel
    Es ist nicht gut mit der Phädophillen Initiative das es der Bundesrat so macht. Nur weil die Initianten vergessen haben die Jugendliebe herauszunehmen ect. muss Frau Somarugga jetzt nicht der Scheriff spielen und alles umkehren wie sie will. Das Volk hat nähmlich Deutsch und deutlich gesagt fertig mit den Phädophillen sie dürfen nicht mehr arbeiten egal ob fremden Richter sagen man darf es oder man darf es nicht! Hört auf immer am Volk aushebeln wen es etwas sagt sonst kommt dann der Bummerrang!
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  • Kommentar von L.Leuenberger, Zürich
    In der Schweiz gilt der Wille des Bundesrates, der Volkswille ist reine Nebensache. Direkte Demokratie ?
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