Zum Inhalt springen

Schweiz Jean-Michel Cina wird neuer SRG-Präsident

Der Walliser CVP-Regierungsrat und ehemalige Nationalrat wird den Posten am 1. Mai 2017 antreten. Er löst Viktor Baumeler ab.

Cina an Medienkonferenz
Legende: Der 53-jährige Rechtsanwalt und Notar weist Erfahrung als Politiker auf Kantons- und Bundesebene auf. srf

Die ausserordentliche Delegiertenversammlung (DV) der SRG hat Jean-Michel Cina zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Die Delegierten folgten dem Vorschlag des Verwaltungsrats. Der Walliser CVP-Regierungsrat wird den Posten am 1. Mai 2017 antreten. Er wird Nachfolger des Ende April 2017 zurücktretenden Präsidenten Viktor Baumeler.

Insgesamt standen 74 Persönlichkeiten auf einer ersten Liste des Evaluationsverfahrens. Der Nominationsausschuss unter Leitung von VR-Mitglied Jean-François Roth hatte dem VR zwei Kandidaturen empfohlen. Der VR hat nach gründlicher Prüfung Jean-Michel Cina der DV zur Wahl vorgeschlagen.

Wandel zur Digitalisierung

«Ich freue mich, diese Aufgabe zu übernehmen», kommentierte Cina seine Wahl. Es sei «eine Ehre, aber auch eine Verantwortung, Präsident des öffentlichen Medienhauses SRG zu sein». Erst recht in dieser Zeit des Umbruchs.

Legende: Video «Cina zu den strategischen Herausforderungen» abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Vom 01.07.2016.

Eine der ersten Aufgaben werde nun darin bestehen, den Wandel zur Digitalisierung und zu den neuen Medien zu schaffen, so Cina. «Wir haben aber auch auf der politischen Ebene Herausforderungen in der Diskussion um den Service Public und um die Gebührendiskussion.» Das seien die wichtigen Themen, welche die SRG heute und in Zukunft beschäftigen würden.

Kantonal und national gut vernetzt

Cina war unter anderem von 1999 bis 2005 Nationalrat und ist seit 2005 Staatsrat des Kantons Wallis. Aktuell präsidiert er die Konferenz der Kantonsregierungen. «Ich bin ein überzeugter Vertreter des Service public. Ich habe in Verwaltung und Politik gedient und sammelte in Verwaltungsräten privatwirtschaftliche Erfahrungen. Es ist eine Ehre, aber auch eine Verantwortung, Präsident des öffentlichen Medienhauses SRG zu sein», sagte Cina zu seiner Wahl.

9 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Was mir fehlt ist der Werdegang des Herrn Cina, denn Ihn zu diesem Amt befähigt. Ich glaube nur ganz wenige Schweizer wären auf Anfrage, wenn Sie als neuen SRG Chef sehen, auf diesen Namen gekommen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      Mir geht es genauso! Ich hätte wetten können, dass Herr Daniele Röthenmund angefragt worden ist. Haben Sie der SRG einen Korb gegeben?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Nun, das musste ja soweit kommen. Schliesslich will im Wallis der Darbellay neu in den Staatsrat - da muss für den Cina halt ein anderes Pöschteli her.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Er ist nicht der/die einzige Politiker/in, egal welcher Partei, der/die sich zur Krönung seiner/ihrer Karriere noch einen sicheren Arbeitsplatz sichert, um für den Rest des Lebens mit hoher Rente ein "anständiges " Leben führen zu dürfen. Egal ob er/sie fähig ist um die anstehenden Probleme zur Verbesserung/Kostensenkung bewältigen kann oder will. Motto: "Jeder ist sich selbst am nächsten". Logisch-oder?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen