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Schweiz Jeder dritte Walliser Haushalt ist bewaffnet

Strafrechtsprofessor Martin Killias zeigt sich wenig erstaunt, dass sich der jüngste Amoklauf im Kanton Wallis ereignet hat. Denn im Wallis herrscht eine überdurchschnittlich hohe Waffendichte.

Legende: Video Bewaffnete Walliser Haushalte. abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.01.2013.

Eine Studie des Rechtswissenschaftlichen Institutes der Universität Zürich, die «Schweiz aktuell» exklusiv vorliegt, zeigt die hohen Zahlen.

 «Je mehr Waffen zuhause aufbewahrt werden, desto mehr passiert zuhause», kommentiert Strafrechtsprofessor Martin Killias die Studie. «Und in einem Umfeld, in dem tausende Jagdgewehre und Karabiner in den Kellern lagern, ist es relativ einfach, zu Waffen zu kommen.»

Die Zahlen über die regionale Verteilung der Schusswaffen hat das Institut im Rahmen einer Bevölkerungsbefragung erhoben. Sie wurden für «Schweiz aktuell» erstmals ausgewertet. Eine leicht höhere Waffendichte als das Wallis weist das Mittelland mit den Kantonen Aargau, Solothurn und Basel-Land auf. Der Kanton Graubünden wurde zusammen mit dem Wallis als Alpenraum-Region erfasst.

Anteil der Haushalte mit Schusswaffen nach Region

RegionKantoneHaushalte mit Schusswaffen in Prozent
MittellandAG, BL, SO32,9
AlpenraumGR, VS30,3
ZentralschweizLU, NW, SZ, ZG28,1
Bern / FribourgBE, FR26,7
OstschweizAR, TG, SG, SH25,4
ZürichZH20,1
TessinTI19,8
WestschweizJU, NE, VD15,8
StadtkantoneBS, GE10,4
Schweiz 25,3

Informationen zur Befragung finden Sie hier, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Grundsätzlich erstaunt es Martin Killias nicht, dass Bergkantone wie das Wallis und Graubünden eine hohe Waffendichte ausweisen. «Dies  liegt vor allem in der Jagd- und der Schützentradition begründet», so Killias. In Stadtkantonen dagegen gebe es mehr Einpersonenhaushalte mit Frauen, die meistens keine Waffen besässen.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Na ja jetzt haben die Linken wieder ein Thema um zu schimpfen und um zu fordern. Aber dort wo die Linken sitzen und nicht nur sitzen für das viele Geld, mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen und zwar sehr gut, machen sie nichts. In den Medien werden natürlich nicht Linke erwähnt, welche den Schweizern auch ein lebenswertes Leben ermöglichen, sondern wichtig ist, dass es den Asylanten und den Ausländern gut geht. Um die Schweizer sollen sich Dummköpfe gleich Bürgerliche kümmern.
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    1. Antwort von Max Wenger, Schaffhausen
      Ihre äusserst objektiven Kommentare faszinieren mich immer wieder. Sie sind wahrscheinlich eine pensionierte Journalistin. Ich staune ob Ihrem fundierten Wissen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Leider ist es halt so, dass die Linken im Bundesparlament und Bundesrat die absolute Mehrheit haben, sonst würde in der Asylpolitik ein ganz anderer Wind wehen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Die SRF-Zensur ist in dieser ideologischen Waffen-Gesetz-Geschichte wieder rigoros aktiv: Wer hier zu dieser Medienkampagne eine andere Ansicht vertritt, als die linke Ideologie der Waffenhasser, wird nicht geduldet (nicht aufgeschaltet)! Wöchentliche Schiessereien unter verschiedenen Kulturangehörigen, mit notabene kaum registrierten Waffenbewilligungen, werdeen tabuisiert. Sobald aber irgend wie eine Armeewaffe im Spiel sein könnte, dann "rauscht's im Blätterwald"!
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Übrigens wenn es so weiter geht mit unserer idiotischen Politik werde ich mir auch eine Waffe besorgen um mich und meine Angehörigen zu beschützen. Denn aus allen Ländern strömen Kriminelle zu uns und das wird in Zukunft unter den Augen der lieben Linken und Grünen noch zunehmen.Behütete Kriminelle können hier tun und lassen was sie wollen. Kein Hahn kräht danach.
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    1. Antwort von Max Wenger, Schaffhausen
      Frau Eberhard: Ich bewundere Ihre träfen Kommentare immer wieder. Ihr breites Wissen ist wirklich erstaunlich. Danke.
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