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Schweiz Jeder Zehnte darf nicht zur Armee

Rund zehn Prozent aller angehenden Rekruten galten 2012 als Sicherheitsrisiko. Noch vor der Rekrutenschule werden sie aus der Armee ausgeschlossen.

Die Armee fühlt angehenden Rekruten auf den Zahn. Ist der Stellungspflichtige für den Dienst an der Waffe geeignet? Die Militärs prüfen folgende Quellen: Staatsschutz-Informationssysteme, Stafregister, Polizeiakten und Unterlagen der Justiz.

Ergebnis der Prüfungen: Rund zehn Prozent der Stellungspflichtigen haben einen Strafregister-Eintrag.

Gespräche bei Härtefälle

«Das Militär prüft die Eignung nicht nur mit Hilfe von Akten», sagt Armee-Sprecher Daniel Reist gegenüber Radio SRF: «Wenn ein zukünftiger Rekrut anhand des Strafregisters verdächtig erscheint, laden wir ihn zu einem persönlichen Gespräch ein.» Letztes Jahr haben Verantwortliche 626 der insgesamt 38'407 Stellungspflichtigen als Sicherheitsrisiko eingestuft.

Vor Beginn der Rekrutenschule (RS) werden die Ausgehobenen einem weiteren Sicherheitscheck unterzogen. 281 Rekruten dürfen ihre Ausbildung nicht starten. Der Grund: Zwischen Aushebung und Beginn der RS waren sie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.

Reaktion auf Mord von Zürich-Höngg

Seit Sommer 2011 werden alle Stellungspflichtigen der Armee einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Personen, die eine mögliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, sollen keine militärische Ausbildung erhalten. Und keine persönliche Waffe.

Ein Auslöser für die Einführung von flächendeckenden Prüfungen aller Stellungspflichtigen die Tat eines Soldaten in Zürich-Höngg. Er hatte Ende 2007 mit dem Sturmgewehr eine ihm unbekannte 16jährige Frau erschossen, die auf den Ortsbus wartete.

Behörden, Ärzte und Psychologen können ohne Rücksicht auf das Amts- oder Berufsgeheimnisse melden, wenn sie bei Armeeangehörigen eine Gefährdung der allgemeinen Sicherheit vermuten.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    Das Hauptübel liegt ja heute in der Sittenverrohung und Volksverblödung durch SVP. Wenn wir in den letzten Jahren all die, von Messerstecher-Plakaten bis zu Kleinkindern hinter Gittern gesehen haben. Aber für all dies, reichen Plakate und Zeitungen nicht mehr, da braucht es noch EXTRA-Blätter in alle Haushaltungen. und solche Themen werden ja in den Blocher abhängigen Familien weiter geführt, und da kann man sich ausrechnen wie weit es kommen musste.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Wenn Sie, geehrter Herr Kathriner, die wählerstärkste Partei, bzw. deren 27% Wähler(innen), als Hauptübel der Sittenverrohung verurteilen, ist das Ihr Problem. Aus Ihrer Schreib- und Denkideologie zu schliessen, müssen wir froh sein, dass es neben der SVP ein Anarchistenzentrum "Reitschule BERN" gibt, sich jedes Wochenende gewaltbereite Schlägereien unter Migranten ereignen und die SVP-Hasser stundenlang die Internetseiten unter der Gürtellinie beschmutzen! Sie gehören seit Jahren zu Den...
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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Jeder Zehnte "darf nicht zur Armee." Tatsächlich? Es sollte eher heissen "muss nicht zur Armee". Diesen 10 % bleibt viel Pein und Schwachsinn erspart. Früher war es ja für die zivile Karriere ein Muss, in der Armee was zu werden. Heute ist es aber genau umgekehrt. Wer als Schweizer einen wirklich guten Job will kann nicht einfach jedes Jahr für ein paar Wochen verschwinden und sinnlos "Kriegerlis" spielen. Im Zweifelsfall wird dank Freizügigkeit einfach ein Ausländer angestellt.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Wahre Worte - aber das Problem geht noch tiefer; ich hatte dank ArmeeXXI eine vorzeitige Entlasung aus dem Dienst; war ich als Langzeitarbeitsloser froh drüber. Problem: die Armeefeindlichkeit geht in der Schweiz soweit, das JEDER, der Dienst leistete (ob nun weitere WK's folgen oder nicht) bei gewissen (linksorientierten) Unternehmen keine Chance mehr hat. Man holt lieber einen Ausländer als einen, der seine Dienstpflicht leistete... Wir haben ein grundsätzliches Problem in der CH.
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  • Kommentar von Vreni Müller, Chur
    Hier die Zukunft der Staatskinder in den zukünftigen Staatskrippen! Bald werden nicht nur 10% vorbestraft sonden 60-70%. Weiter so SP!
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    1. Antwort von S.Röthlisberger, Aargau
      Hä? Was hat das jetzt damit zu tun? Und übrigens: andere Länder mit einer besseren Kinderbetreung haben keine höhere Kriminalitätsrate.
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