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Schweiz Jeder zweite Pendler steigt ins Auto

Neben dem Auto ist die Eisenbahn das anteilsmässig wichtigste Verkehrsmittel, um täglich zur Arbeit zu fahren. Mit dem Bus fahren fast so viele Menschen, wie auch zu Fuss unterwegs sind. Das Bundesamt für Statistik hat 2012 gezählt.

Legende:
Pendlerstatistik 2012 Die Hauptverkehrsmittel zur Arbeit der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren 2012. Total Pendler/innen: 3'686'557. Bundesamt für Statistik (BFS)

Im Jahre 2012 haben von den 3,69 Millionen Pendlern 1,88 Millionen das Auto benutzt. Mit der Eisenbahn sind es schon deutlich weniger: 590'500 Fahrgäste benutzen das zweitbeliebteste Verkehrsmittel zur Arbeit. Mit dem Bus fahren 335'200 Menschen, knapp weniger als diejenigen, die zu Fuss gehen (337'200).

Diese Zahlen veröffentlichte das Bundesamt für Statistik (BFS). Beim Blick in die Statistik fällt auf, dass wesentlich mehr Frauen (205'400) den Bus verwenden als Männer (129'700). Auch gehen mehr Frauen (177'100) zu Fuss als Männer (160'200). Gleich verhält es sich beim Tram und Metro: Auch hier sind die Frauen (92'600) in der Überzahl gegenüber den Männern (72'600).

Autokolonnen und ein Motorradfahrer auf einer Autobahn.
Legende: Auto und Motorrad sind bei den Männern erste Wahl zum Pendeln. Colourbox

Auto erste Wahl der Männer

Genau umgekehrt ist es beim Auto: Hier steigen 1‘090‘000 Männer ein, während es nur 793'000 Frauen sind. Noch grösser sind die Unterschiede beim Töfffahren: 50'400 Männer verwenden einen Töff oder Roller, um zur Arbeit zu kommen, und lediglich 13'400 Frauen.

Auch bei den Velofahrern sind die Männer leicht in der Mehrzahl: von den 222'500 Radfahrern sind es 117'400 gegenüber 105'100 Frauen. In den Zugsabteilen ist hingegen das Verhältnis der Geschlechter praktisch gleich.

Lebenszeit und Pendelzeit

61 Prozent der Pendler ist bis zu einer halben Stunde unterwegs. Allerdings haben 324'600 Pendler einen Arbeitsweg von über einer Stunde. Das sind etwa 9 Prozent aller Pendler.

Zwei Drittel der Pendler legt den Arbeitsweg bis 5 mal pro Woche zurück. 5,5 Prozent ist gar über 10 mal pro Woche unterwegs, um vermutlich über Mittag nach Hause zu fahren.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sachser, basel
    Mein Pendelweg ist Basel --> Egerkingen. Mit dem Auto: 35 Minuten, mit dem ÖV 75 Minuten. Dies macht mir was aus. zudem bilde ich manchmal fahrgemeinschaften, aber wo soll ich das Auto unterwegs Parkieren für einen Tag? Dies ist sehr Aufwendig, deshalb fahre ich meistens direkt.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Kein Wunder, bei den ewigen STELLWERKSTÖRUNGEN, verstopften Zügen, Verspätungen, defekten Bahnwagen.
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  • Kommentar von Christian Aebi, Bern
    Diese Zahlen sind nicht überraschend, spannend ist aber die Entwicklung in den letzten Jahren: Die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs nimmt markant zu, der Individualverkehr verliert an Bedeutung. Bemerkenswert ist der Grund für diese Veränderung: Alte Pendlerinnen und Pendler, welche grossmehrheitlich mit dem Auto pendeln werden mit der Pensionierung durch junge ersetzt, welche markant stärker auf den öffentlichen Verkehr setzen.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Ch. Aebi: Die Jungen sind flexibel, agiler u. weniger bequem. Wird sich aber mit dem Alter ändern. Verdienst ist grösser, vielleicht gibt es einen Firmenparkplatz ab einer gewissen Rangstufe, muss möglicherweise dann auch noch Laptop, Warenmuster, Pläne/Papiere schleppen etc. Diesen Werdegang erlebte ich bei mir selbst.
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