Kantone – von tiefrot bis pechschwarz

Jetzt liegen die Schlussrechnungen aller 26 Kantone vor. Dabei zeigt sich: Gleich mehrere Kantone wirtschafteten im vergangenen Jahr besser als erwartet.

Mit Basel-Stadt und Solothurn haben die letzten beiden Kantone ihre Schlussrechnungen für 2012 vorgelegt. Nun steht fest: Insgesamt 13 Kantone haben einen Überschuss erwirtschaftet, ebenso viele ein Defizit.

Die Summe der Verluste überstieg die der Gewinne klar. Insgesamt machten die Kantone 2012 ein Minus in Höhe von fast 1,2 Milliarden Franken. Auf der anderen Seite standen rund 363 Millionen Franken Gewinn.

Weniger schlecht als gedacht

Fest steht nun auch: Die Ergebnisse sind weniger schlecht als erwartet – vor allem, weil sich die Steuereinnahmen besser entwickelten. Im Vorfeld waren 19 Kantone von einem Defizit ausgegangen. Sechs von ihnen schlossen mit einem Plus ab.

Ein Beispiel dafür: Zug. Der Kanton schloss mit einem Überschuss von 6 Millionen Franken ab – fast zehn Millionen Franken besser als budgetiert. Anders war die Situation in Solothurn: Der Kanton nahm 59,7 Millionen Franken weniger Steuern ein als budgetiert und rutschte erstmals seit zehn Jahren wieder in die roten Zahlen. 
 
Den grössten Verlust verzeichnete Genf. Auf der Schlussrechnung steht ein Defizit von 460 Millionen Franken. Den grössten Überschuss erwirtschaftete Basel-Stadt (183 Millionen Franken).

Kantonsfinanzen: Grösste Defizite, grösste Überschüsse