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Kein Stau Richtung Süden
Aus Tagesschau vom 10.04.2020.
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Keine Blechlawine wegen Corona So leer ist die Gotthard-Autobahn

Osterstau am Gotthard gibt es zu Corona-Zeiten nicht. Sehen Sie den Unterschied zum Karfreitag 2019 im Fotoslider.

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Regler nach links verschieben Regler nach rechts verschieben
Legende:Der Karfreitag 2020 – und der Karfreitag 2019 auf der A2 bei Silenen im Kanton Uri.

Der Osterverkehr in Richtung Süden hält sich in Grenzen. Bis zur Stunde ist vor dem Gotthard-Nordportal laut Viasuisse kein Stau zu verzeichnen.

«Die Menschen respektieren offenbar den Aufruf der Behörden, nicht in das von der Corona-Pandemie besonders betroffene Tessin zu fahren», sagte eine Sprecherin von Viasuisse. Bereits am Donnerstag habe es am Gotthard keine Staus gegeben.

Sensibilisierung der Reisenden

Laut Viasuisse sind keine Strassen abgesperrt. Für die Pässe gelte noch die Wintersperre. Die Kantonspolizei Uri hat bei Wassen (UR) einen Kontrollplatz eingerichtet, wo sie über Ostern Reisende über die Corona-Situation im Südkanton aufklärt und sie von der Weiterreise abbringen will.

Das Verkehrsaufkommen lag am Karfreitag laut Kantonspolizei Uri bei weniger als 10 Prozent im Vergleich zu anderen Jahren. So waren noch rund 1800 Fahrzeuge in Richtung Süden unterwegs. Zu Spitzenzeiten waren es in anderen Jahren um Ostern etwa 17'000.

Auch im Tessin fiel der Osterverkehr bisher deutlich geringer aus als im Vorjahr, wie der stellvertretende Chef der Kantonspolizei, Lorenzo Hutter, vor den Medien sagte. Auf der A2 habe es 90 Prozent weniger Verkehr. In den Grenzregionen sei der Verkehr um 80 Prozent geringer als im Vorjahr.

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Polizeichef Graubünden: «10 Prozent der Kontrollierten fuhren wieder nach Hause»
Aus News-Clip vom 10.04.2020.
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Im Kanton Graubünden kontrolliert die Polizei den Verkehr auf der A13 über den San Bernardino. Zudem sensibilisiert sie die Reisenden. Laut Roger Padrun, Stv. Chef Verkehrspolizei Graubünden, haben sich bisher rund 10 Prozent bereit erklärt, den Weg nach Hause wieder anzutreten. «Die anderen haben wir darauf hingewiesen, nicht in den Süden zu reisen, dem Appell des Bundesrats zu folgen, zu Hause zu bleiben – zum Schutz der Bevölkerung.»

300 Fahrzeuge pro Tag gestoppt

Seit Mittwoch hatte die Kantonspolizei Uri etwa 300 Fahrzeuge pro Tag gestoppt. Die meisten Fahrer hätten Verständnis für den Aufruf gezeigt, nicht ins Tessin zu reisen und zugleich wichtige Gründe geltend gemacht, dies dennoch zu tun.

Am Mittwoch und Donnerstag habe es sich vor allem um Personen gehandelt, die beruflich unterwegs waren, die im Tessin wohnten und nördlich des Gotthards arbeiteten, hiess es bei der Polizei.

Beschränkungen meist respektiert

Nach Angaben der Polizei in verschiedenen Kantonen hat die Bevölkerung die Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus meist respektiert. Dazu zählen das Abstandhalten von zwei Metern und Gruppen von maximal fünf Personen.

In Zürich hielten sich die meisten an die Bestimmungen, wie ein Sprecher der Stadtpolizei sagte. Es habe nur wenige Interventionen gegeben, bei denen eine Busse folgen werde. Das Seebecken blieb abgesperrt, an anderen Stellen waren der See und die Limmat jedoch zugänglich.

Auch im Kanton Bern waren am Karfreitag viele Menschen unterwegs. Die meisten von ihnen hielten sich an einen Abstand von zwei Metern. Die Polizei, die über Ostern verstärkt patrouilliert, verhängte nur wenige Bussen.

Die St. Galler Kantonspolizei musste zwischen Donnerstag- und Freitagmorgen rund 52 Mal im Zusammenhang mit Auflagen wegen des Coronavirus ausrücken. Meist ging es um private Feiern um Grillfeste am Nachmittag und Abend.

Im Kanton Neuenburg hat die Polizei am Freitag etwa ein Dutzend Ordnungsbussen an dem Ausflugsort der Felsarena «Creux-du-Van» verteilt. Im Grossen und Ganzen halte sich die Bevölkerung an die Anweisungen.

Verkehrsinformationen

Staukarte von Viasuisse
Legende: viasuisse

Die aktuellen Verkehrsinformationen von Viasuisse finden Sie hier.

Tagesschau, 13 Uhr, 10.04.2020 ;

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38 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Man könnte sich an diese Situation ohne weiteres auch nach Corona gewöhnen und es sollten so oder so nur noch die fahren, welche auch einen triftigen Grund haben, für alle Andern wäre "laufen umweltfreundlicher und erst noch gesünder"!
  • Kommentar von Thomas Schneebeli  (TS+LL)
    6 Wochen drastische Einschränkungen für Bevölkerung und Wirtschaft sind genug. Interessant zu wissen,auf welches Szenario der Task-Force man jetzt noch zählt: 100 000 Tote, 22 000 Tote oder 2 000 Tote.Die gegenwärtigen Zahlen sprechen eher für die dritte milde Prognose.Mein Verständnis für eine nur kleine Lockerung ab 26.4. ist vorbei.Existenzangst und Lebensmut bei vielen ist sehr gross und das sollte endlich massgeblich sein.Mit Notrecht regieren ist in der CH sicher nicht mehr erforderlich.
  • Kommentar von Peter Heckendorn  (Heck)
    Schon noch interessant, was Herr Fischli in der Hauptausgabe der Tagesschau vom 10. April sagte. Das Freizeitverhalten der Bevölkerung über Ostern sei ein Gradmesser für den Bundesrat bezüglich Lockerung der Corona-Massnahmen. Da zieht also der BR nicht Fakten für diesen Entscheid heran, was ja das einzig Richtige wäre, sondern man droht dem Volk, falls es sich nicht an die Massnahmen halte, die Einschränkungen "zur Strafe" zu verschärfen oder erst noch später zu lockern.