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Schweiz Keine Gnade für Burkaträgerinnen im Tessin

Die Tessiner Touristiker hoffen diesen Sommer insbesondere auch auf arabische Gäste, da viele Europäer wegen des starken Frankens wegbleiben dürften. Aber was, wenn diese verschleiert kommen? Just zur Sommersaison tritt am 1. Juli nämlich das Tessiner Burkaverbot in Kraft.

Legende: Video Auch Touristinnen müssen sich an Tessiner Burkaverbot halten abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.06.2016.

Am 1. Juli tritt im Tessin das Burka-Verbot in Kraft, das die Verschleierung des Gesichts im öffentlichen Raum verbietet. Und der erste Kanton mit einer solchen Gesetzesnorm ist entschlossen, diese auch durchzusetzen. Das kündigt Polizeidirektor Norman Gobbi an.

Die Bevölkerung wird aufmerksam sein, denn schliesslich hat sie das Burkaverbot beschlossen.
Autor: Norman GobbiPolizeidirektor TI

«Das ist Gesetz und das Gesetz gilt auch in diesem Bereich für alle», sagt der Lega-Regierungsrat. Die Polizei stünde diesbezüglich auch unter Beobachtung: «Die Bevölkerung wird aufmerksam sein, denn schliesslich hat sie das Burkaverbot beschlossen.»

Auch für Touristinnen gilt: Schleier ab oder Verzeigung

Auch bei Touristinnen werde kein Auge zugedrückt, wenngleich das Augenmass gewahrt werde: «Wir müssen vor allem Provokationen verhindern, auch im Umgang. Das heisst, dass Polizisten Betroffene zuerst auf das Verbot hinweisen und sie auffordern, die Verschleierung zu entfernen.»

Wer sich trotz Aufforderung weigert, auf die Vollverschleierung zu verzichten, wird verzeigt. Das könne dann 200 bis 1000 Franke kosten, sagt Staatsanwalt Antonio Perugini: «Es liegt nun an den Gemeinden, das Gesetz anzuwenden und am Ende zu entscheiden.»

Wie oft das neue Gesetz zur Anwendung kommt, ist freilich offen. Die Anzahl verschleierter Personen war im Tessin auch bisher überschaubar.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
    Es ist nicht nur eine "optische Belästigung" sondern Missachtung sowie eine nicht "aufhörende Provokation" gegen unserer kulturellen und westlichen Wertegemeinschaft. Man kann ja auch nicht im Bikini in einem Islamischen geprägten Land in der Stadt herumlaufen.
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Man kann ja auch nicht im Bikini in einem Islamischen geprägten Land in der Stadt herumlaufen... doch doch kann an.... bis man verhaftet wird......
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Gerne wiederhole ich meinen Kommentar von heute Morgen: Die muslimischen Kleidervorschriften haben nichts mit der Religion im engeren Sinne, sondern vielmehr mit der "Sonderbehandlung" von Frauen zu tun. Damit sind Frauenrechte gemeint, die auch in anderen Vorschriften des Islam nicht gewährleistet sind: Familien-, Straf-, Erb-, Sachenrecht und Paralleljustizforderung. Deshalb ist es richtig und wichtig, nicht alle kulturellen Eigenheiten unter dem Mäntelchen der Religionsfreiheit durchzuwinken.
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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Schlussendlich betrifft es 'nur' Niqab- und Burkaträgerinnen, also eine (eher radikalere) Minderheit aller Musliminnen, bei allen anderen Arten von 'Kopftüchern' ist das Gesicht ja nicht verhüllt... Afghanische Touristinnen in der vielzitierten Burka hab ich in der Schweiz noch nie gesehn (...) Der Koran verlangt eigentlich nur, dass die Frau ihre Scham bedeckt, und das hat letztendlich überhaupt nix mit 'Kartoffelsäcken mit Sehschlitz' zu tun. (Habe nichts gegen ehrliche Islamische Kultur...)
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