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Kontroverse um Lehrmittel Wie viel Einfluss sollen Firmen und NGOs in den Schulen haben?

Private drängen mit Lehrmitteln in die Schulen. SRF-News-Kommentatoren kritisieren dies. Was ist ihre Meinung dazu?

Legende: Video Lehrmittel von Privaten abspielen. Laufzeit 04:56 Minuten.
Aus 10vor10 vom 19.11.2018.

Swisscom, Axpo oder Victorinox: Nur drei Beispiele von Unternehmen, die mit eigenen Lehrmitteln in die Schweizer Volksschule drängen. In einer Charta des Lehrerverbandes haben sie sich dabei zur Einhaltung gewisser Regeln verpflichtet.

Dennoch ist die Kritik an der Praxis im Nachgang der Berichterstattung von «10vor10» und SRF News mitunter heftig. «Hirnwäsche vom übelsten», schreibt SRF-User Harald Buchmann: «Da wird ständig die Propaganda in totalitären Staaten angeprangert und dann sowas.»

Andere wiederum fürchten um das freie Denken der Kinder. Samuel Müller meint dazu: «Branding funktioniert bestens, vor allem in dem Alter.» Gregor Semp fragt: «Warum lässt der Staat das zu? [...] Warum schreit da niemand: Stop?»

Doch die Debatte ist durchaus kontrovers. Zwar sind die Kritiker privater Unterrichtsmaterialien unter den SRF-Kommentatoren in der Mehrheit. Es gibt aber auch Verständnis dafür.

«Lehrpersonen sind doch keine Marionetten»

Expertenmeinungen zu spezifischen Themen seien wertvoll, meint beispielsweise Philipp Meyer. Er mahnt zur Gelassenheit in der Debatte: «Ihre Kinder geniessen etwas über 1'100 Lektionen pro Jahr, etwa zwei davon werden beispielsweise durch die Swisscom durchgeführt.»

Und Simon Wälchli schreibt, die Lehrpersonen seien «doch keine Marionetten, die der Indoktrination einfach beiwohnen». Die Volksschulen seien froh um die Angebote, die den Schulalltag ergänzten und bereicherten, findet Marion Schwaar.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Die Bildung zu gewährleisten ist in meinen Augen Aufgabe des Staates. Bisher waren es Private und Wirtschaftsleute die bei der Bildung sparen wollen nur bei sich selber nicht. Es stört mich auch das Bildung, Forschung und Wirtschaft in einem Bundesamt sind. In meinen Augen sollten es zwei Bundesämter sein nämlich Bildung & Forschung, getrennt von Wirtschaft. Bildung und Forschung sollte allen zugute kommen, nicht nur der Wirtschaft. In getrennten Bundesämtern wäre dies besser gewährleistet.
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    1. Antwort von Roger Stahn (jazz)
      Kinder, wenn sie auf die Welt kommen, sind lebensfroh, gesund, wach, kreativ, intelligent, spontan, mutig. Gehorsamkeit, Sinnsuche, Kritiklosigkeit, Konsumfreudigkeit, Krankheit, Dummheit, das sind alles Attribute, die Menschen nicht aufweisen sollten, nachdem sie als Kind von ihren Eltern an die Krippe, Kindergarten, Grundschule, Lehre, (Fach-) Hochschule usf. anvertraut wurden. Öffentliche Schulen müssen der Garant sein, dass unsere Kinder und Heranwachsenden, eigenes Denken entfalten können.
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  • Kommentar von Christoph Schori (schoc)
    Ein Profi-Pädagoge /Pädagogin kann locker entscheiden, welches Lernmaterial nützlich ist. Etwas mehr vertrauen in unsere LehrerInnen.
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    1. Antwort von Roger Stahn (jazz)
      Profis wie in der PH Zürich, die den »Leitfaden für Geschlechtergerechte Sprache« entwickelte, die Bibel der Gender-Ideologen quasi? Kaum ein Dozent nimmt das in der PH Zürich (noch?) ernst. Die Profis in der PH Bern hingegen nehmen es sehr ernst und empfehlen in ihren Sprachempfehlungen sogar, die Regeln der deutschen Grammatik zu missachten (Kongruenzregel) usf. Der Auftrag ist in der Schweiz klar definiert: Wissen statt Ideologie an unseren Schulen, keine Indoktrinationen an Heranwachsenden.
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  • Kommentar von Marco Jans (Jansi)
    Ausgewogenheit beim Zugang zu den Unterrichtszimmern wäre vermutlich eine mögliche Herangehensweise, ist aber schwierig zu gewährleisten und kontrollieren. Auch trägt es zur weiteren Aufgabeninflation der Schulen bei, die sich besser auf ihren Kernauftrag konzentrieren würden. Wohler wäre mir persönlich wenn man Vertreter von Firmen, NGO's, politischen Parteien und anderen politisch angehauchten Verbänden ganz von den Schulzimmern fernhält. Es gibt ohnehin schon zu viele Einflussmöglichkeiten.
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