Kostenexplosion bei Unfällen im Schnee

Jeden Winter verunfallen Tausende Menschen beim Schneesport. Die Suva hat dazu neue Zahlen veröffentlicht. Diese zeigen, dass in den letzten Jahren vor allem die Heilungskosten massiv gestiegen sind.

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Bildlegende: Tausende Schneesportler müssen jede Saison ihre letzte Talabfahrt im Schlitten machen – darunter vermehrt ältere Leute. Keystone

Die Kosten für Schneesportunfälle sind seit der Jahrtausendwende um rund zwei Drittel auf fast 300 Millionen Franken gestiegen. Ein Grund dafür ist laut einer neuen Auswertung des Unfallversicherers Suva, dass häufiger ältere Personen verunfallen.

Ältere Schneesportler hätten höhere Heilungskosten, da sie anfälliger für Knochenbrüche und Mehrfachverletzungen seien, schreibt die Suva. Gleichzeitig würden ältere Unfallopfer höhere Taggelder beziehen, weil sie oft mehr verdienten als jüngere Sportler.

Entwicklung der Schneesportunfälle

Quelle: Suva

2000
2013
Schneesportunfälle32'50036'800
Kosten180 Millionen CHF
298 Millionen CHF
Anteil 35- bis 64-Jähriger
49 Prozent
59 Prozent

Ältere Unfallopfer beziehen höhere Taggelder

Neben mehr älteren Unfallopfern gibt es laut Suva aber noch weitere Gründe für die Kostenzunahme. Zu diesen zählen die steigenden Gesundheitskosten sowie höhere Löhne.

Viele Unfälle passierten, weil Schneesportler ihren Bremsweg nicht richtig einschätzten, hält die Suva weiter fest. Wer sich zudem vor der ersten Fahrt auf der Piste aufwärme, beuge Verletzungen vor.