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Kritik des Preisüberwachers Fast alle Autofahrer zahlen zu hohe Gebühren

Kosten mehr als gedeckt: Der Preisüberwacher fordert von den neun extremsten Kantonen sofortige Preissenkungen.

  • Laut dem Preisüberwacher werden schweizweit fast neun von zehn Personenwagen mit zu hohen Gebühren belastet.
  • In den Kantonen GE, JU, GR, TI, BL, VS, SZ, SG und AR ist das Prinzip der Kostendeckung besonders stark verletzt.
  • Der Preisüberwacher fordert in diesen Kantonen umgehend Gebührensenkungen.

87 Prozent der Personenwagen in der Schweiz sind mit zu hohen Strassenverkehrsgebühren belastet. Dies zeigen drei Studien des Wirtschaftsdepartements zu den Strassenverkehrsämtern in den Jahren 2010, 2014 und 2018. Der Preisüberwacher stellt einen Verstoss gegen das Kostendeckungsprinzip fest.

Neun Gebühren-Spitzenreiter

Besonders eindeutig sei die Lage in den Kantonen Genf, Jura, Graubünden, Tessin, Basel-Landschaft, Wallis, Schwyz, St. Gallen und Appenzell-Ausserrhoden. Sie alle haben hohe Gebührenniveaus, und gleichzeitig werden die Kosten durch die gesamten Gebühreneinnahmen bei weitem mehr als gedeckt.

«Offensichtliches Missverhältnis»

So liegt der Gebührenfinanzierungsindex-Wert bei sieben dieser Kantone über 125 Prozent. Schwyz (124 Prozent) und Jura (119 Prozent) liegen leicht darunter. Der Preisüberwacher ortet deshalb «ein offensichtliches Missverhältnis zwischen den Gebühreneinnahmen und den anfallenden Kosten».

Gebührensenkungen angemahnt

Aus Sicht des Preisüberwachers müssen deshalb vor allem diese neun Kantone umgehend Gebührensenkungen umsetzen. Zugelassen sind in diesen Gebieten knapp 1,4 Millionen Personenwagen, was rund 30 Prozent der landesweiten Zulassungen entspricht.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von joep hartman (joep)
    Und wieso ist der Kanton Bern nicht erwähnt? Die sind offenbar bei 133% ??
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  • Kommentar von Peter Zurbuchen (drpesche)
    Auto fahren ist immer noch freiwillig, Krankenkasse aber ist obligatorisch und dort zahlen wir ganz sicher viel zu viel. Wie wäre es, wenn sich der Preisüberwacher mal um die echten Probleme kümmern würde?
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Die grosse Mehrheit dieser Kommentare ist ziemlich ungerecht. Tatsache ist, dass ein grosser Teil der Einnahmen aus den Strassenverkehr schon seit langer Zeit in die allgemeine Bundeskasse umgeleitet + dort weiterverteilt wird. Keine Rede davon, dass der Staat mit Steuergeldern Strassen finanzieren muss. Velofahrer bitte pro Km zahlen! Es gibt auch einen Test vom TCS, der ungefähr dss gleiche Resultat ausweist. http://www.walter-wobmann.ch/aktuell/kolumnen/privatverkehr-milchkuh-der-nation/
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