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Schweiz Lavaux-Initiative: «Jetzt geht Franz Weber zu weit»

Die Waadtländer Regierung unterbreitet dem Grossen Rat einen Gegenvorschlag zur «Lavaux III»-Initiative von Franz Weber. Regierungspräsident Pierre-Yves Maillard (SP): «Die Initiative ist zu restriktiv.»

Legende: Video Kampf um Schutz der Genfersee-Weinberge abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.09.2013.

«Die Bevölkerung im Rebbaugebiet Lavaux soll ein Recht auf eine nachhaltige Entwicklung haben», sagte Regierungspräsident Pierre-Yves Maillard (SP).

Man müsse Franz Weber zugestehen, dass er geholfen habe, das Lavaux zu retten; mit seiner dritten Initiative gehe er aber zu weit. Die Regierung habe mit dem Gegenvorschlag einen Ausgleich gefunden.

Wie Weber wolle auch die Waadtländer Regierung keine Überbauungen in den geschützten Zonen. Doch im Gegensatz zu Weber sei das Ziel. dass das Lavaux lebendig bleibe. Deshalb solle in bestimmten Zonen im öffentlichen Interesse gebaut werden können, etwa Schulen, Spitäler oder Altersheime.

Blick auf die Rebberge.
Legende: Das Lavaux am Genfersee ist seit 2007 Unesco-Kulturerbe. Keystone

Glocke über das Lavaux stülpen

Es gebe die Vision der Initianten, eine Glocke über das Lavaux zu stülpen – diejenige der Regierung sei aber eine andere, sagte Regierungsrat Philippe Leuba (FDP): «Es soll Löcher im Emmentaler geben, die in der Gemeindeautonomie bleiben.»

Ohne Winzer gäbe es kein Lavaux, betonte Leuba. Ihnen müsse erlaubt werden zu leben. Er selber wohne im Lavaux und kenne viele Winzer. Diese wären in grosser Gefahr, wenn die Initiative angenommen würde.

Das Rebbaugebiet Lavaux ist seit 2007 von der Unesco geschützt. Die Abstimmung über die Initiative «Rettet das Lavau III» und den Gegenvorschlag findet voraussichtlich am 9. Februar oder am 18. Mai 2014 statt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    In dieser Beziehung traue ich Politikern aus der Romandie nicht über den Weg. Sie sind mentalitätsmässig zu sehr auf den Ausspruch "l'état, c'est moi" fixiert, als dass ich nicht die Befürchtung hege, dass hier wieder gemeinsam im Trüben gefischt, resp. deren eigenes Süppchen gekocht wird.
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Viele scheinen noch nicht zu begreifen, dass je länger desto mehr die wunderschönen Naturlandschaften viel mehr Wert haben, als verbaute Gegenden. Der schweizer Tourismus kann nur so noch mithalten mit Ländern die noch sehr viele solche natürlichen Landschaften haben. Das sind praktisch alle Länder, denn die Schweiz ist eines der kleinsten Länder. Wenn man von Deutschland, Österreich oder Frankreich in die Schweiz fährt, spührt man wie unser Land bereits zu sehr überbaut ist.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    "Max Weber will das Rebbaugebiet Lavaux vor weiteren Bauspekulationen schützen" (Text unterhalb Bild) Franz heisst er doch!
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