Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Lockerung des Wolfschutzes Beim Jagdgesetz hat das Volk das letzte Wort

  • Das Referendum gegen das neue Jagdgesetz kommt zustande.
  • Die Unterschriften sollen am 9. Januar bei der Bundeskanzlei eingereicht werden, wie der Trägerverein des Referendums heute bekannt gegeben hat.
  • Damit wird es eine Abstimmung über das Gesetz geben.
Video
Aus dem Archiv: Referendum gegen das neue Jagdgesetz lanciert
Aus Tagesschau vom 05.10.2019.
abspielen

Seit dem 8. Oktober haben die Umwelt- und Tierschutzorganisationen mehr als 70'000 Unterschriften gegen die – aus ihrer Sicht – «missratene» Vorlage gesammelt. Damit dürfte das Referendum zustande gekommen zu sein.

Notwendig sind 50'000 gültige Unterschriften. Die offizielle Sammelfrist läuft am 16. Januar ab. Bei einem Nein könne das neu zusammengesetzte Parlament die Chancen für den Artenschutz angehen, die bei der Revision des Jagdgesetzes verpasst worden sei, wird Pro-Natura-Zentralsekretär Urs Leugger-Eggimann, Präsident des Trägervereins des Referendums, in einer Mitteilung zitiert.

Wer sind die Gegner des Gesetzes?

Dem Trägerverein für das Referendum gegen das revidierte Jagdgesetz gehören die Verbände Pro Natura, WWF, Bird Life, Gruppe Wolf Schweiz und Zoo Schweiz an. Auch der Schweizer Tierschutz STS sammelte Unterschriften. SP und Grüne boten ihre Unterstützung an.

Der Schutz der Wölfe und anderer Arten in der Schweiz soll mit dem revidierten Jagdgesetz gelockert werden – sogar noch mehr, als der Bundesrat vorgeschlagen hatte. So sollen die Behörden künftig die Bestandsregulierung erlauben dürfen, ohne dass Wölfe zuvor Schaden angerichtet haben oder schon Schutzmassnahmen ergriffen wurden.

Komitee kritisiert «Abschussgesetz»

Auch in Jagdbanngebieten – neu Wildtierschutzgebiete genannt – sollen Wölfe nicht mehr sicher sein. Diese Lockerung diene in einer Zeit von Biodiversitätsverlust und Artensterben einseitig Interessengruppen und schwäche den Schutz gefährdeter Tierarten statt ihn zu stärken, schreibt das Referendumskomitee. Das Parlament habe ein «Abschussgesetz» beschlossen, das bald auch andere Tierarten betreffen könne.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Stauffer  (Pfefferschote)
    513 gegen 55Mio. Die Intoleranz der Menschen ist grenzenlos. 2018 wurden 513 Nutztiere durch Wolfsrisse getötet. Der Schutz der Nutztiere dürfte teils grob vernachlässigt worden sein. Über 55 Mio "Nutztiere" werden jedes Jahr in der Schweiz geschlachtet um Menschen zu füttern. Pro Woche über 1 Million Tiere, pro Tag 150'000, pro Stunde 6‘000, pro Minute 100, pro Sek. 2 Tiere! Ohne Import von Fisch und Krustentiere. Den Tieren sei Dank, dass sie nicht den Abschuss von Menschen fordern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Unglaubliche Arroganz, angesichts der Zerstörung unseres Planeten durch die Menschheit. Die CH war seit je Meister in Ausrottung, nicht nur unsere Raubtiere u.-vögel, auch unzählige Wildbienen-,Tagfalter-, Libellen- ua Insektenarten, Vögel, Amphibien, Echsen, Fische usf sind in letzten Jahren arg unter Druck geraten od.gar ausgerottet worden! Der Mensch u.seine rücksichtslose Expansion in die letzten Refugien der Wildnis ist die Gefahr allen Lebens auf Erden u.nicht zuletzt auch für sich selbst.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Pia Müller "...zeigt mir wie Primitiv wir geworden sind" ... Geworden? Durch die Jagd wurden allein in der CH in vergangenen Jh ganz oder fast ausgerottet: Bär, Wolf, Luchs, Biber, Reh, Geier, Steinbock, Fischotter, Lachs, Steinadler, Rebhuhn, Fasan und selbst Feldhasen wurden nebst der Landwirtschaft auch durch die Jagd stark dezimiert. Aber ausser ein paar Luchsen, wurden in der CH nach ihrer Ausrottung keine Raubtiere, auch keine Biber neu angesiedelt, sie sind alle von selber zurückgekehrt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen