Neues Geldspielgesetz Lotto- und Online-Spielgewinne sollen steuerfrei sein

Spielfreude im Land behalten: Der Nationalrat will darum auch den Geldsegen ab einer Million Franken nicht antasten.

Die Besteuerung von Gewinnen über einer Million Franken bleibt in den Räten umstritten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Besteuerung von Spielgewinnen über einer Million Franken bleibt in den Räten umstritten. Keystone

Darum geht es: Die Frage der Besteuerung von Gewinnen aus Lotto- und Totospielen ist einer der letzten Streitpunkte im neuen Geldspielgesetz. Heute müssen Gewinne über 1000 Franken als Einkommen versteuert werden. Der Nationalrat hat sich bereits für eine generelle Steuerbefreiung ausgesprochen; er will so die Abwanderung ins Ausland verhindern, damit Bund und Kantonen nicht Einnahmen für AHV und gemeinnützige Zwecke entgehen.

Knackpunkt Online-Spiele: Die kleine Kammer will Gewinne aus Grossspielen sowie zusätzlich aus Spielbanken im Online-Bereich ab einer Million Franken besteuern. Dies sei gerecht gegenüber dem «Büezer», der seinen Lohn versteuern müsse. Dem Bund drohten Steuerausfälle von jährlich 100 Millionen Franken.

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0:48 min, vom 12.9.2017

So entschied der Nationalrat: Die grosse Kammer hält mit 97:89 Stimmen an der generellen Steuerbefreiung von Spielgewinnen fest. Justizministerin Simonetta Sommaruga warb für die Gleichstellung aller Spielformen und damit im Sinne einer Steuerbefreiung. Das Geschäft geht zurück in den Ständerat.