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Schweiz Lücken im Urheberrecht sollen geschlossen werden

Das Urheberrecht soll dem Internet-Zeitalter angepasst werden. Dies empfiehlt eine Arbeitsgruppe, die Bundesrätin Simonetta Sommaruga vor anderthalb Jahren ins Leben gerufen hatte. Grundlegende Änderungen für User schlägt sie jedoch nicht vor.

Ein Mann schreibt auf einem Laptop.
Legende: Das Urheberrecht soll an die moderne Zeit angepasst werden. Keystone

Das Urheberrecht soll modernisiert werden. So will es die Arbeitsgruppe Agur12 von Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Im Visier hat die Gruppe primär kommerzielle Piratenwebseiten. Diese konkurrenzierten in unfairer Weise legale Angebote, schreibt Agur12 im veröffentlichten Bericht.

Die Arbeitsgruppe schlägt vor, dass Access Provider in der Schweiz künftig «in schwerwiegenden Fällen» den Zugang zu Webportalen mit offensichtlich illegalen Quellen auf behördliche Anweisung sperren.

Die Sperrung bewilligter Inhalte soll dabei so weit wie möglich vermieden werden. Sämtliche Sperrmassnahmen wären durch die zuständige Behörde öffentlich bekannt zu machen. Und die Rechteinhaber sollen die Access Provider für den Aufwand entschädigen, der ihnen durch die Zugangssperren entsteht.

Als weitere Massnahmen empfiehlt die Arbeitsgruppe, die Information für die Konsumenten zu verbessern, die Attraktivität legaler Angebote zu steigern und die Verwertungsgesellschaften effizienter und transparenter zu gestalten.

In der Arbeitsgruppe sitzen Kunstschaffende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Produzenten, der Wirtschaft, der Nutzer und der Konsumenten.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Trony
    Das Gesetz ist m.E. eine Symptombekämpfung. Was sind die Ursachen warum jemand ein Urheberrecht verletzen sollte? Nach dem Prinzip "Wissen fü alle" sollten meines Erachtens z.B. Dokumentationsfilme allen frei zur Verfügung stehen. Und einen Schritt weit sollte dies auch für kulturelle Errungenschaften gelten. Hingegen, wieviele Minderjährige, Sozialhilfebezüger und AHV-Ergängzungsleistungsbezüger können sich dann noch ein "gutes" Leben leisten wenn die Lücken geschlossen sind?
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  • Kommentar von Mila Otts, Madrid
    Internetsperren haben auch in Deutschland super funktioniert, damit gibt es absolut keine Probleme, nein. Und die Musik- und Filmindustrie das Internet zensieren lassen, das ist eine tolle Idee.
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Wenn nur Unterhaltungsmusik und -Filme zensuriert werden wäre das ganze m.E. vertretbar. Nur, dem Gewinn zu liebe werden früher oder später wohl auch elementare Sachen zensuriert.
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  • Kommentar von Bruno Lustenberger, Luzern
    ein Wunder, das SUISA noch keine Gebühren auf youtube einkassiert.... für Künstler ist das www ja Gratis-Werbung und Verkaufsplattform in einem. Aber ehrlich, ein guter Musiker sollte sein Geld mit Auftritten verdienen und nicht mit Tantiemen an 100 Ecken... - Videos im Netz gratis!!! Oder: der "missglückte" Trick von Didier Cuche... und rein zufällig stand das Kamerateam im Ösi-Bus um es zu filmen.... Schleichwerbung? Nein, einfach das Medium genial genutztt!!! So wird's gemacht!
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Ohne die Illusion zerstören zu wollen, aber das Vidoe mit Cuche ist eig. ein Werbespot der Mobiliar (das muss man denen lassen, DIE haben noch gute Werbespots) ;-)
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