Zum Inhalt springen
Inhalt

Massnahme vorgeschlagen Zu wenig Frauen in der Armee

Zur Winter-RS traten heute 11'200 Rekruten an, darunter 120 Frauen. Die Armee will deren Anteil deutlich steigern.

Legende: Video Soldatinnen sind die Ausnahme abspielen. Laufzeit 03:49 Minuten.
Aus 10vor10 vom 14.01.2019.

Trotz Gleichberechtigung, gemischten Einheiten und Zugang zu allen Funktionen: Der Anteil Frauen in der Schweizer Armee bleibt bescheiden. Der für die Ausbildung und Grundbereitschaft der Armee zuständige Korpskommandant Daniel Baumgartner sagt gegenüber «10vor10»: «Ich denke, dass wir 10 Prozent Frauen anstreben müssten. Das erachte ich als realistisches Ziel, wenn man Frauen umfassend informieren kann über die Chancen in der Armee.»

Legende:
Frauen in der Rekrutenschule (prozentual am Gesamtbestand) Die Grafik berücksichtigt alle Frauen, welche als Rekrutinnen oder Kader die RS erfolgreich absolviert haben, beziehungsweise ihren Grad abverdient haben. VBS

Vorschlag: Obligatorische Orientierungsveranstaltungen

Mehr Frauen fürs Militär, das will auch Nationalrätin Yvette Estermann. Dafür sollen die Orientierungsveranstaltungen der Armee auch für Frauen verpflichtend werden. Eine entsprechende Motion hatte die SVP-Nationalrätin im Dezember eingereicht.

«Das hat den Vorteil, dass alle jungen Frauen wissen, um was es geht. Nachher können sie sich ganz frei entscheiden, will ich das oder will ich das nicht», so Estermann gegenüber «10vor10».

Legende: Video Estermann: «Informationstag für Frauen soll obligatorisch werden» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.01.2019.

Jositsch gegen Zwang

Ein Vorschlag, der bei den Mitgliedern der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats umstritten ist. Ständerat Daniel Jositsch begrüsst die Orientierungstage zwar. «Aber wenn das zu einem Zwang wird, glaube ich nicht, dass das die Freiwilligkeit fördert», so der Zürcher SP-Ständerat.

Legende: Video Jositsch: «Infotag für Frauen sinnvoll, aber nicht wenn dazu gezwungen wird» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.01.2019.

Erich Ettlin, CVP-Ständerat aus Obwalden hingegen begrüsst Estermanns Vorschlag. Vor allem, damit auch den Frauen die Orientierungsveranstaltung vom Arbeitgeber gezahlt werden muss. «Dass man nicht einen Nachteil hat gegenüber den jungen Männern», so Ettlin.

Legende:
Frauen in der Rekrutenschule Trotz eines konstanten Anstiegs in den letzten Jahren ist der Frauenanteil in der Armee immer noch verschwindend klein. In den Zahlen sind alle Rekruten sowie Kader berücksichtigt, welche im angegebenen Jahr die Grundausbildung erfolgreich absolviert haben. VBS

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Tobias Meyer (Kloober)
    "Dass man nicht einen Nachteil hat gegenüber den jungen Männern" Im Kontext der Wehrpflicht von einem Nachteil gegenüber den Männern zu sprechen ist geradezu zynisch..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nathanael Meyer (Nuts)
    Kurze Info: Dass Frauen nicht Dienstpflichtig sind ist laut Bundesgericht nicht diskriminierend, da dies in der Verfassung so festgelegt wurde. Es wird da auch begründet, ist noch spannend. Wenn man also in die Verfassung schreiben würde, dass Frauen 20% weniger verdienen, wäre das nicht diskriminierend. Natürlich bin ich für gleiche Löhne, wollte nur zeigen, wie schwachsinnig das ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Samuel Müller (Samuel Müller)
      So ein Blödsinn. Sie haben die Armee Pflicht der Männer wohl total vergessen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Nathanael Meyer (Nuts)
      @Samuel Müller: Wie, was meinen Sie? Ich bin mir bewusst, dass Männer Dienstpflichtig sind. Frauen nicht, ergo nicht gleichgestellt. Was ich meine ist, dass das Bundesgericht damit argumentiert, dass dies nicht diskriminierend sei, da dies so in der Verfassung steht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Bingo! Seit 1971 ist die Schweizerin ueberall mitgemeint, wo in Verfassung oder Gesetz der Ausdruck Schweizer gebraucht wird. Anstatt das auch bei der Wehrpflicht anzwenden, hat das Bundesgericht einmal mehr ein politisches statt juristisches Fehlurteil geboren. Wenn ein Wehrpflichtiger gegen seine geschlechtliche Diskriminierung klagt, ist er ebeso davon zu befreien wie einer fuer gleichen Lohn klagenden Frau der gleiche Lohn gar fuer fuenf Jahre zurueck ausgeglichen werden muss....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von David Huser (Dave21)
    Ganz einfach: Frauenquote 50% - das soll ja in anderen Bereichen ebenfalls herr/frauvorragend funktionieren...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen