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Schweiz Maurer mit erstaunlichen Aussagen zum Kampfjet-Deal

Die Schweiz kauft jetzt den Gripen. Hätte Berlin Ja zum Bankgeheimnis gesagt, wäre es der Eurofighter geworden.

Kurz vor der Debatte im Nationalrat über die Beschaffung des Kampfjets Gripen hat Bundesrat Ueli Maurer Einblick in das beendete Auswahlverfahren gewährt.

Demnach hatte die Schweiz auch politische Tauschgeschäfte mit Frankreich und Deutschland erwogen. «Doch die beiden Länder sahen sich ausserstande, auf unsere Anliegen in anderen Bereichen einzugehen», sagte der Verteidigungsminister im Interview mit der «Basler Zeitung».

«Im Gegenteil: Frankreich will die Erbschaftssteuer», und Deutschland setzte die Schweiz beim Bankgeheimnis unter Druck. «Machen wir uns keine Illusionen: Diese Länder zeigten keinerlei Bereitschaft, politische Gegengeschäfte zu prüfen.»

Stockholm und Bern auf Augenhöhe

«Längerfristig dürfte sich Schweden als der nützlichere, weil realistischere Rüstungspartner herausstellen.» Mit ihnen spreche die Schweiz auf Augenhöhe.

Für den französischen Dassault-Konzern, der den Rafale verkaufen wollte, und für den EADS-Konzern, der den Eurofighter anbot, «sind wir schlicht zu unbedeutend», sagte Maurer.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Also ich kann damit leben, dass es ein Gripen ist. - Zum sich abschiessen zu lassen im Ernstfall, ist der genau so gut wie ein Eurofighter oder Rafale. Und im Frieden in der Luft rumzukurven, plus ein paar Gegengeschäfte für die Wirtschaft zu machen, reicht der Gripen eigentlich auch aus. - Mehr muss das Ding ja gar nicht können. Okey das EGO der pseudo TOP-Gunner wird ein wenig angekratzt, aber das legt sich bald mal. (smile)
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  • Kommentar von J. Brunner, Basel
    "Für den französischen Dassault-Konzern, der den Rafale verkaufen wollte, und für den EADS-Konzern, der den Eurofighter anbot, «sind wir schlicht zu unbedeutend», sagte Maurer." Also der berühmte Sack Reis! D und F wollten keine Tauschgeschäfte, Respekt!
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Die Aussage mit der Bedeutung war eher bezüglich "würde die CH als Kunde ernst genommen"... Sozusagen wie bei einem Autohersteller: man darf die Limo von der Stange kaufen - aber für angepasste Varianten (anderer Motor, Designänderungen usw) muss man mehr als nur einen Wagen bestellen, damit der Hersteller einem überhaupt Gehör schenkt... Man vergleiche nur, was Österreich für Theater mit dem Eurofighter hat; weil "nur" 15 Flugzeuge (statt 18) hat AT keine Bedeutung für den Verkäufer
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  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Einmal mehr hat der Kavallerist aus dem Norden seinem Land einen Bärendienst erwiesen. Finde ich gut.
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