Zum Inhalt springen

Nach illegalem Autorennen Mazedonier muss Schweiz definitiv verlassen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Mazedonier hat im Jahr 2000 ein Raserdelikt begangen, bei dem ein Mann ums Leben kam.
  • Das Obergericht verurteilte den Mazedonier 2004 wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von über fünf Jahren.
  • Das Zürcher Migrationsamt widerrief 2009 die Niederlassungsbewilligung des Verurteilten.
  • Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat jetzt den Widerruf der Bewilligung gutgeheissen.
  • Der Mazedonier muss die Schweiz definitiv verlassen.
Auto, Rad dreht durch.
Legende: Der Mann raste vor 17 Jahren mit einem Bekannten um die Wette. Keystone

Ein im Alter von neun Jahren in die Schweiz eingereister Mazedonier muss die Schweiz nach einem Raser-Delikt im Jahr 2000 definitiv verlassen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht gegen das Recht auf ein Familienleben verstösst.

Der Mazedonier war 1989 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz gekommen. Mit knapp 20 Jahren heiratete er eine ebenfalls in der Schweiz niedergelassene Landsfrau, mit der er zwei Kinder hat.

Mehr als fünf Jahre Gefängnis

Nachdem er bereits früher straffällig geworden war, lieferte er sich im Oktober 2000 mit einem Bekannten ein Autorennen. Mit massiv übersetzter Geschwindigkeit verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto knallte in die Fahrbahnbegrenzung und einen Kandelaber. Dabei wurde der Beifahrer so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb.

Das Obergericht verurteilte den Mazedonier dafür im Dezember 2004 wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. 2009 widerrief das Migrationsamt des Kantons Zürich die Niederlassungsbewilligung des Mazedoniers.

29 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Der kommt vielleicht wieder unter einem neuen Namen und neuer Identitaet, oder ueber die grüne Grenze. In der Schweiz findet er sicherlich genügend Helfeshelfer.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Armin Hug (Hugi)
    Der EGMR steht in breiter Kritik. Grossbritannien ignoriert vermehrt Urteile und die Schweiz wird demnächst darüber abstimmen, ob unsere Gesetze wieder Vorrang haben sollen. Dieser Fall wird medial nun prominent dargestellt, aber mit keinem Wort wird erwähnt, dass ähnliche Fälle (bspw. des abgewiesenen straffälligen Nigerianers mit einem Kind in der Schweiz) gegenteilig entschieden werden (Vorrang des Anrechts auf gemeinsames Familienleben). Eine Schwalbe macht keinen Sommer!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Arthur Pünter (puenti)
    Vielen Dank Joel Busch. Ich nahm Bezug auf den SRF-Artikel, der suggeriert, dass der Mazedonier die Schweiz definitiv verlassen muss, ohne Wenn und Aber!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen