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Schweiz Mit mehr Lehrplätzen gegen Einwanderung

Die Zuwanderung in die Schweiz nimmt wegen des Mangels an inländischen Fachkräften stetig zu. Zu viel, finden gewisse politische Kreise. Die Lösung eines Parlamentariers: Betriebe belohnen, die Lehrlinge ausbilden.

Legende: Video Vorschläge für ein grösseres Lehrstellenangebot abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.05.2013.

Hat die Schweiz zu wenige Spezialisten? Die Zuwanderung in die Schweiz nimmt wegen des Mangels an inländischen Fachkräften jedenfalls stetig zu.

Grafik Berufslehren
Legende: 1985 betrug die Lehrlingsquote in Betrieben mit über 500 Stellen 57,4 Prozent. 2008 waren es noch 38,1 Prozent. SRF

Zu viel, finden einige Politiker. Sie fragen sich, ob es in der Schweiz in der Ausbildung von Spezialisten, bei den Lehrstellen, Verbesserungspotenzial gibt. Denn immer weniger junge Schweizer treten eine Lehrstelle an.

Was kann man dagegen tun? Anreize für Betriebe schaffen. Das fordert der Luzerner Nationalrat Ruedi Lustenberger mit seiner parlamentarischen Initiative. Die Idee: Jene Betriebe, die Lehrlingsplätze schaffen, sollen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen bevorzugt werden. 

Mit Interesse nimmt Ursula Renold, Expertin für Ausbildungssysteme bei der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF, den Vorschlag des CVP-Politikers auf. Denn von Vorteil könnte diese Idee nicht nur für Schweizer Firmen sein. «Wenn es der Schweiz gelingen würde, ein solches Kriterium auch international durchzusetzen, würde die Schweiz eine Diskussion anregen, die es heute braucht: Wie bekämpfen wir die Jugendarbeitslosigkeit in den umliegenden Ländern?»

Doch Renold gibt auch zu bedenken, dass nur 30 Prozent aller Betriebe junge Leute ausbilden könnten.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Oberholzer, Region Zürich
    Mit dem Ende der Personenfreizügigkeit verschwindet auch der Fachkräftemangel: Der Fachkräftemangel kam mit der Personenfreizügigkeit. Deshalb sollte die Schweiz die Personenfreizügigkeit beenden, danach werden keine Medien und keine Unternehmen über einen weiteren Fachkräftemangel berichten.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      @P.Oberholzer/Sehe das genau wie Sie.Die zunehmende Anzahl der Einwohner bedingt dementsprechend zunehmende Dienstleistungen in den diversesten Berufsgattungen.Also ist das sozusagen eine Wechselwirkung.Zudem muss berücksichtigt werden,dass durch die PFZ nicht nur Arbeitnehmer,als Angestellte,sondern gleich ganze Firmen aus dem Ausland hier arbeiten und dies zum Teil nur temporär.Wie hier die Aus- und Weiterbildung geregelt ist,steht auf einem anderen Blatt.
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    2. Antwort von Thomas Wanner, Aarau
      Herr Oberholzer, Ihre Ideen sind herzig sozialromantisch, fast schon sozialistisch. Wüki kuul.
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  • Kommentar von Felix Kröcher, Buchs AG
    Die Idee ist ja gut und recht, aber es gibt immer weniger Junge die handwerklichen Arbeiten wollen. Wieso soll man auch, Büroarbeit ist sowie so besser bezahlt. Mit Latzhosen wird man ja schon auf der Strasse blöd angestarrt. Das andere Problem sind unsere Volksschulen, es wird nur noch Geistiges Wissen vermittelt. Das Handwerk taugt ja nur noch als Hobby.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    marlene.zelger@bluewin.chNaja, jetzt treten die Probleme der Personenfreizügigkeit laufend zu Tage. WANN werden die Anhänger dieses Vertrages endlich einsichtig und verlangen Neuverhandlungen der PFZ? So kann es nicht weitergehen, dass wir Schweizer bald gezwungen werden, im Ausland nach Arbeit zu suchen, wo die Löhne kleiner sind als in der CH.
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