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Schweiz Mit Reden den Sprung vor den Zug verhindern

Die SBB und der Kanton Zürich setzen sich gemeinsam für die Suizid-Prävention ein. Dazu wurde die Kampagne «Reden kann retten» geschaffen. Betroffene sollen so über Suizidgedanken sprechen und Hilfsangebote nutzen. Die landesweite Kampagne soll drei Jahre dauern.

Legende: Video Reden als Suizidprävention abspielen. Laufzeit 06:10 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.09.2016.

«Reden kann retten»: Unter diesem Motto hat die SBB eine neue Präventionskampagne lanciert, mit der Suizide verhindert werden sollen. Jedes Jahr beenden im Schnitt 112 Menschen ihr Leben, indem sie sich vor einen Zug stürzen. Seit rund zehn Jahren nimmt die Zahl der Schienensuizide langsam, aber stetig zu.

Im vergangenen Jahr beendeten 126 Personen ihr Leben auf diese Weise. Mitarbeitende und Passagiere werden dabei oft mit schwer verkraftbaren Situationen konfrontiert.

Schulung um Gefährdete zu erkennen

Aus diesem Grund lancierte die SBB zusammen mit dem Kanton Zürich , Link öffnet in einem neuen Fenstermit «Reden kann retten» eine neue Kampagne, welche gefährdete Personen und ihre Angehörigen animieren soll, über Suizidgedanken zu sprechen und Hilfsangebote zu nutzen.

Die Kampagne soll drei Jahre dauern und landesweit geführt werden. Unterstützt wird sie von zahlreichen Partnern. Sowohl die SBB wie auch der Kanton Zürich setzen bereits Präventionsprogramme um.

Diese Kampagne werde unter anderem im Internet auf der Seite reden-kann-retten.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster in Erscheinung treten, wie die SBB mitteilt. Unter diesem Link können Hintergrundinformationen zum Thema, Gesprächsanleitungen für Betroffene und ihr Umfeld sowie Adressen mit Hilfsangeboten eingeholt werden.

Die Kampagne soll die Enttabuisierung dieses Themas fördern. Sie bezweckt, dass über Suizidgedanken gesprochen wird und Menschen in Lebenskrisen rascher Hilfe finden.

Bis Ende Jahr schult die SBB zudem über 10'000 Mitarbeitende darin, selbstmordgefährdete Personen zu erkennen und angemessen zu handeln.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
    Die Politik und die Wirtschaft sollte sich einmal überlegen warum es Suizide gibt. Der Druck wird dauernd mehr und Aeltere,Kranke und Invalide werden in der Schweiz gerne auf die Seite geschoben. Man ist hier in der Schweiz nur noch erwünscht wenn man Leistung bringt.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    10'000 Leute schulen - 1 oder zwei Stunden oder wie lange? 10'000 x 200 CHF plus «AusbildnerInnen» = 1 - 2 Millionen? Ich kann mir nicht vorstellen, wie ansonsten psychologisch völlig ungeschulte (und unbescholtene ;-) ) Personen danach Suizidgefährdete erkennen sollten. Entlang dem ganzen Schienennetz? Die Waldau, psychiatrische Klinik Bern, wünscht sich schon lange Zäune entlang der Bahn ... wie gut ist das Geld aktuell investiert?
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  • Kommentar von L. Leuenberger (L.L.)
    Seit 10 Jahren stetig steigende Zahlen von Suiziden, besonders der Schienensuizide. Die Erinnerungen an diese Jahre beinhalten jegliche Banken- und Wirtschaftsexzesse, die unsere Psyche noch zu verdauen hat. Dazu die enttäuschende EU-Politik, die uns täglich mit Bankrotten von europ. Staaten konfrontiert, wo wir vor 10 -15 Jahren schöne Ferien verbrachten. Ja, unsere Psyche wurde auf das übelste strapaziert. Enttäuschende politische Entscheide, unnötig wachsender Druck am Arbeitsplatz. Versagen!
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