Moderater Prämienanstieg bei den Krankenkassen

Die Schweizer haben die steigenden Krankenkassenprämien dieses Jahr weniger stark im Portemonnaie gespürt als auch schon. Dies zeigt der Krankenversicherungsprämien-Index des Bundesamts für Statistik.

Krankenkassenprämien: Veränderungen seit 2005 Durchschnittsprämien für Erwachsene ab 26 Jahren pro Monat (obligatorische Krankenversicherung mit Unfalldeckung und ordentlicher Franchise).

Die Krankenkassenprämien schmälerten das Wachstum des durchschnittlich verfügbaren Einkommens um 0,2 Prozentpunkte – das ist vergleichsweise wenig. Die Prämien der obligatorischen Versicherung stiegen um 2,2 Prozent. Jene für die Zusatzversicherung legten um 1,0 Prozent zu.

Eine Hand hält mehrere Banknoten, die aus einem Portemonnaie hervorragen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Prämienanstieg hat die Einkommen dieses Jahr weniger belastet. keystone

Konkret bedeutet der durchschnittliche Zuwachs von 1,9 Prozent, dass jede Person pro Monat im Schnitt etwa 6 Franken mehr für Krankenversicherungsprämien ausgibt. Das Bundesamt für Statistik (BFS) schätzt das durchschnittlich verfügbare Einkommen dabei auf monatlich 3975 Franken.

Geringer Prämienanstieg für 2013 erwartet

Im Vergleich zu früheren Jahren sind die Auswirkungen auf das verfügbare Einkommen moderat: Vergangenes Jahr hatte der Prämienanstieg das Wachstum des durchschnittlichen Einkommens um 0,4 Prozentpunkte geschmälert, 2010 gar um 0,6 Prozentpunkte.

Für das kommende Jahr erwartet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Anstieg der Grundversicherungsprämien für Erwachsene um 1,5 Prozent. Das ist der zweittiefste Aufschlag seit Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996.