Nach Korruptionsaffäre im Seco: Kadermitglied nimmt den Hut

Der Korruptionsfall im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat personelle Konsequenzen. Dominique Babey, Stellvertretender Leiter der Direktion für Arbeit und offenbar direkter Vorgesetzter des verhafteten Hauptverdächtigen, verlässt das Staatssekretariat.

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Bildlegende: Babey war seit 1999 in seiner Funktion tätig. Nach dem Korruptionsskandal tritt er jetzt zurück. Keystone

Dominique Babey habe am Sonntag nach den Vorfällen und insbesondere mit Rücksicht auf seine Gesundheit darum gebeten, von seinen Funktionen als Stellvertretender Leiter der Direktion für Arbeit und als Leiter Arbeitsmarkt /Arbeitslosenversicherung (ALV) per sofort entbunden zu werden. Dies teilte Antje Baertschi, Leiterin Kommunikation im Seco, mit.

Zu früheren Medienberichten, wonach Babey über Missstände bei der Vergabe von Aufträgen seit Jahren Bescheid gewusst habe, äusserte sich die Seco-Sprecherin nicht.

Babey werde dem Leiter der Direktion für Arbeit, Boris Zürcher, weiterhin beratend und für Spezialaufgaben zur Verfügung stehen. Bis auf weiteres werde Zürcher den Bereich Arbeitsmarkt/ALV direkt führen. Babey ist 64-jährig und stand kurz vor der Pensionierung. Er war seit Mitte 1999 Leiter des Bereichs Arbeitsmarkt/ALV in der Direktion für Arbeit.