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Schweiz Nein zu Unesco-Kandidatur Gotthard: Ein richtiger Entscheid?

Der Bundesrat unterstützt die Kandidatur der Gotthard-Bahn als Unesco-Weltkulturerbe nicht. Für die Region eine herbe Enttäuschung. Macht der negative Entscheid Sinn? Stimmen Sie ab.

Weiterfahren ja, Kandidatur als Unesco-Weltkulturerbe nein: Diesen Entscheid fällte der Bundesrat gestern zur Gotthardbahn. Zuerst will er die langfristige Entwicklung der Passagierzahlen auf der 1882 fertiggestellten Strecke beobachten. Sobald der Neat-Basistunnel voraussichtlich 2016 fertiggestellt ist, erwartet die SBB auf der alten Strecke nämlich höchstens noch 600 Passagiere am Tag. Die ungedeckten Kosten könnten dann bis zu 16 Millionen Franken im Jahr betragen.

Für die Region ist der Bundesratsentscheid ein Rückschlag: Sie hätte sich durch eine Unesco-Auszeichnung einen Schub für Tourismus und lokale Produkte erhofft.

Bisher elf Stätten in Katalog aufgenommen

Die Gotthardstrecke, mit dem bis ins Jahr 1906 längsten Tunnel der Welt, wäre nicht die erste Bahnstrecke der Schweiz, die ins Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen wurde.

Audio
Getrübte Freude über Gotthard-Entscheid
02:14 min, aus HeuteMorgen vom 09.10.2014.
abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.

Bereits im Jahr 2008 kam die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn zu dieser Ehre. Insgesamt nahm die Unesco in der Schweiz elf Stätten in ihren Katalog auf. Zuletzt im Jahr 2011 eine Reihe von Überresten von Pfahlbauersiedlungen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von H. Labhardt , Pfäffikon
    Die Gotthardstrecke ist eine einmalige und technisch damals wie heute herausragende Leistung. Unverständlich. Der Bundesrat will lieber ein unnötiges 2. Gotthardloch (da ist ein Unesco-Label im Weg), obwohl das Volk 2mal abgelehnt hat. Vielleicht brauchen sie dann den Platz dafür, man kann ja die Bahnhöfe Göschenen und Airolo abreissen und zu Haltestellen umbauen und die Autobahn vergrössern...
    1. Antwort von Ingrid Betschart , Schattdorf
      H. Labhardt Sie haben es erkannt. Wenn ein 2. Autotunnel gebaut wird, dauert es nicht lange und die ganze Autobahn wird ausgebaut. Dafür muss anderes weg. Dem Bundesrat wäre es am liebsten den Kanton Uri in eine grosse Autobahn zu verwandeln. Darum will er den Toursimus in Uri nicht fördern. Wäre diese Strecke z.B. in Graubünden es wär schon längst Unesco Weltkulturerbe.
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    ES MUSS UNBEDINGT WIEDER EIN BUNDESRAT AUS DER URSCHWEIZ HER, DER DIE INTERESSEN DER URSCHWEIZ VERTRITT. Es ist eine Schande, dass der Bundesrat keine Sympathie für Urschweizer Historie hat. Shame.
  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    BR -Entscheid ist richtig , denn ein Weltkulturerbe hat auch viele kostspielige Auflagen zu erfüllen - die wir Steuerzahler zu begleichen haben .
    1. Antwort von Marlene Zelger , 6370 Stans
      Ah, Geiz ist geil, gell M. Keiser? Für was für Unsinn geben wir Milliarden und Abermillionen aus? Darf es nicht auch mal für interne Interessen etwas kosten, auch wenn es "nur" für die "hinterwäldlerische" Urschweiz ist?????
    2. Antwort von E. Waeden , Kt. Zürich
      Also wir Steuerzahler müssen für dümmeres Steuern zahlen, wovon man oft gar nichts davon hat. Hier hätte man aber etwas davon. Schade! Eine Chance verpasst. Ein Weltkulturerbe zu haben, ist immer auch eine grosse Auszeichnung.
    3. Antwort von Hans Haller , Kölliken
      M.Kaiser : Wenn man sein Erbe nicht hegt & pflegt hat man gleichsam auch die Zukunft gleichermassen vermasselt !