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Schweiz Neue Initiative will Fitness auf Rezept

Fitness auf Krankenschein? Dies fordert die neue Initiative des Verbands Schweizer Fitnesscenter. In Luzern hat er eine Volksinitiative vorgestellt – wird sie angenommen, müssen die Krankenkassen das Fitnessabo aus der Grundversicherung zahlen. Erst müssen aber die Unterschriften gesammelt werden.

Einige Sportler auf Hometrainern.
Legende: Das Abmühen im Fitnesscenter geht vielleicht bald nicht mehr aufs eigene Portemonnaie. Ob es damit leicher fällt? Colourbox

Im Kampf etwa gegen Übergewicht sollen Ärzte Fitnesstrainings verschreiben können, die von den Krankenkassen in der Grundversicherung bezahlt werden. Der Verband der Schweizer Fitnesscenter hat deshalb am Freitag die Volksinitiative «Ja zur Bewegungsmedizin» lanciert.

Die am Freitag in Luzern vorgestellte Initiative will erreichen, dass Fitnesstrainings als Medikament respektive Therapieform anerkannt werden. Kraft- und Ausdauertrainings sollen dank Erwähnung in der Verfassung in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aufgenommen werden.

Es fehlen noch die Unterschriften

Die Gesundheitszentren wollen den Kampf gegen nichtübertragbare Zivilisationskrankheiten aufnehmen, wie der Schweizerische Fitness- und Gesundheitscenter Verband (SFGV) in einer Mitteilung schreibt. Dazu zählen etwa Übergewicht, Kreislauferkrankungen und bestimmte psychische Leiden.

Fitnesstrainings würden die Bevölkerung unterstützen, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, schreibt der SFGV. Damit würden weniger Menschen an vermeidbaren Behinderungen leiden und an nichtübertragbaren Krankheiten sterben. Dieser Grundsatz soll in die Verfassung geschrieben werden.

Der Verband will demnächst die Initiative offiziell bei der Bundeskanzlei eingeben und mit der Unterschriftensammlung starten. Für das Zustandekommen sind innerhalb von 18 Monaten 100'000 Unterschriften nötig. Der SFGV ist eine 1994 gegründete Dachorganisation. Sie zählt laut eigenen Angaben über 280 Mitglieder in der Deutschschweiz, der Westschweiz und im Tessin.

35 Kommentare

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  • Kommentar von Max Müller, Wangen
    Gibt ja viele die wegen psychischen Leiden ins Fitnesszenter gehen. Übernimmt dann die Krankenkasse, für diese Leute, die Kosten für die Muskelaufbaupräparate? Ana Bolika wirds freuen.
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  • Kommentar von Claude Ammann, Hellikon
    Der Hauptteil der Kosten sind von Krankheiten ausgelöst worden, welche durch Bewegungsmangel ausgelöst wurde. Unser System muss sich damit befassen wie coache ich Leute damit sie nicht krank werden und nicht nur Kranke behandeln Wer den Text richtig liest sieht das es sich nicht um ein reines Fitnessabo handelt sonder um ein Programm das zusammen mit dem Arzt (und anderen Bewegungsspezialisten) verschrieben wird sowie eine Kontrolle der Trainings/Beratungen aufgeführt wird (ein Coaching)
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    1. Antwort von Michael Meier, St.Gallen
      Es braucht kein teure Spezialisten für dies und jenes und für alles ein Coaching. Das Lösungswort heisst Selbstmanagement und Eigenverantwortung. Es kann nicht sein, dass laufend Kosten der Allgemeinheit zum Tragen auferlegt werden. Wir leben zusehends in einer degenerierten Wohlstandsgesellschaft. Der Staat ist nicht immer für alles verantwortlich - auch die Krankenkassen nicht.
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    2. Antwort von Beat Mieder, oberdorf
      Herr Meier aus St. Gallen bekommt hoffentlich nie eine Krankheit wie z.B. Lungenkrebs oder Diabetes. Man könnte ja dann argumentieren er habe die Eigenverantwortung nicht wahrgenommen und zu viel zuckerhaltiges gegessen oder bei der Arbeit unnötig Feinstaub eingeatmet. Aber eben.... Immer von sich auf andere schliessen und seine "Wahrheit" auf die Allgemeinheit projezieren.
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    3. Antwort von Michael Meier, St.Gallen
      @Beat Mieder: Wir sprechen hier von bezahlten Fitnessabos u.a. bei Übergewicht und nicht von Krankheiten, wie Lungenkrebs, Diabetes oder dergleichen. Es ist auch typisch, dass Befürworter gleich dann Äpfel mit Birnen zu vergleichen versuchen und einem für Aussagen bezichtigen, welche nicht Ursprung der Äusserung war. Offenbar ein Zeichen, dass die eigenen Argumente ausgehen.
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  • Kommentar von Michael Meier, St. Gallen
    Es gibt nur ein Wort dazu: Schwachsinn. Nimmt mich ja wunder, wer seine Unterschrift für das Instandekommen der Initiative hergibt. Vermutlich einzig die Inhaberinnen und Inhaber von Fitnesszentren...
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