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Neue Sex-Studie Die Jungen tun es – online!

Von Tinder zu Sexting: Eine Studie zeigt, dass junge Erwachsene Sex und Liebe online suchen. Sie sind dabei nicht zimperlich.

Legende: Video Das digitale Balzverhalten von jungen Erwachsenen abspielen. Laufzeit 04:51 Minuten.
Aus 10vor10 vom 06.09.2018.

Sie tun es online: Junge Menschen suchen auf Dating-Plattformen vermehrt nach ihrem Glück. Das Prinzip ist einfach: Hat man ein persönliches Profil erstellt und die gewünschte Entfernung sowie Alter und Geschlecht des Gegenübers angegeben, schlägt einem zum Beispiel die App Tinder viele potenzielle Partner vor. Nach links wischen heisst: «nein danke» - nach rechts wischen signalisiert Interesse. «Treffer», meldet die App, wenn die Sympathie gegenseitig ist.

Das digitale Balz-Verhalten

Brigitte Leeners kennt sich aus - mit dem digitalen Balz-Verhalten von jungen Menschen. Die Sexualforscherin hat an der Studie mitgearbeitet. Darin geben über 7000 Menschen zwischen 24 und 26 Jahren Einblick in ihr Online-Flirt-Verhalten.

Wir sehen, dass Männer das Online-Dating deutlich häufiger nutzen als Frauen. Zudem kommt es bei Männern häufiger zu Geschlechtsverkehr nach dem ersten Online-Kontakt.
Autor: Brigitte LeenersSexualforscherin Universitätsspital Zürich

So sagen 42 Prozent der jungen Männer, dass sie regelmässig Dating-Seiten besuchen. Von den jungen Frauen tun es 26 Prozent. Es geht dabei aber nicht nur um schnellen Sex, sagt die Forscherin. Im Gegenteil, viele der jungen Erwachsenen würden auch Online nach einer langfristigen Beziehung suchen.

Es ist überraschend, dass so viele junge Menschen Sexting betreiben ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Da wäre es sehr sinnvoll, wenn sie in der Sexualberatung und in den Schulen noch besser unterstützt würden.
Autor: Brigitte LeenersSexualforscherin Universitätsspital Zürich

Überrascht ist Brigitte Leeners darüber, wieviele der Befragten Sex-Nachrichten austauschen. Dabei sind Frauen und Männer fast gleich auf: 73.4 Prozent der Frauen verschicken sexy Nachrichten, Bilder oder Videos. Von den jungen Männern tuns 72.5 Prozent. 28 Prozent der Männer zeigen erhaltene Nachrichten herum - oder schicken sie sogar weiter. Von den Frauen tun dies 16 Prozent.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Kessler (Werner Kessler)
    In der Discozeit haben wir vor allem in den Badis nach "Beute" ausschau gehalten, wo immer viel geflirtet wurde und es unkomplizierte Annäherungen gab. Wie hat sich doch die Zeit verändert, heute ist schon genauer hinsehen sexuelle Belästigung. Zärtlichkeit und Sex sind ein Bedürfnis wie Essen und trinken auch, wo ist das Problem??? Es ist mir unerklärlich, wie heute daraus immer mehr ein tam tam gemacht wird. Anstatt es spontan auszuleben, wird alles verkompliziert bis Mann es satt hat.
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  • Kommentar von Oskar Schneider (Oski2)
    Am "Ende" bleibt es beim alten, Vermehrung.
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  • Kommentar von Wendy Müller (WendyElizabeth)
    Übrigens SRF mit 24 oder 26 ist man kein Jugendlicher mehr. Jugendlich ist man bis 18.
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    1. Antwort von SRF News
      Da haben Sie allerdings recht! Herzlichen Dank für den Hinweis. Wir haben den Kurzlead entsprechend angepasst. Ein schönes Wochenende! Ihr SRF News Team
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    2. Antwort von Matthias Badertscher (Matthias Badertscher)
      Die Volljährigkeit ist erst seit 1996 bei 18 Jahren. Vorher waren es 20. mit dem Gefühl der sozialen Akzeptanz als Erwachsener hat diese Grenze aber wenig zu tun. Die Hirnreife ist ebenfalls erst mit ca 20 erreicht. Nach Umfragen setzt das Gefühl „erwachsen“ zu sein erst mit 25-30 ein. Bis da spricht man durchaus von älteren Jugendlichen. Jugendpsychotherapeuten behandeln denn auch Jugendliche bis 25 und darüber.
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