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Die Wolke von Yverdon, eines der Highlights der Expo.02
Legende: Die Wolke von Yverdon, eines der Highlights der Expo.02 Keystone
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Schweiz Neuer Anlauf für eine Expo

Die zehn grössten Städte der Schweiz prüfen die Idee, die nächste Schweizerische Landesausstellung gemeinsam zu organisieren.

Die Expo Bodensee-Ostschweiz 2027 ist gescheitert. Aber jetzt ziehen die zehn grössten Schweizer Städte in Betracht, eine Landesausstellung zu veranstalten – über alle Landesteile und Sprachgrenzen hinweg.

Die Städte könnten dabei ihre Erfahrungen mit Grossanlässen und die vorhandene Infrastruktur nutzen. Das Thema der Expo: «Was ist die Schweiz im 21. Jahrhundert und wie wollen wir zusammenleben?»

Rasante Veränderung

Seit der ersten Schweizerischen Landesausstellung 1883 seien in jeder Generation die Menschen aus dem ganzen Land an einer Expo zusammengekommen. Sie hätten sich mit der Gegenwart und Zukunft der Schweiz auseinandergesetzt, heisst es in einer Mitteilung der Interessengemeinschaft «Zehn Städte für eine Landesaustellung».

Die Schweiz verändere sich rasant und auch die heutige Generation verdiene ihre Expo. Städte seien Geburtsstätten, Brennpunkte und Treiber von gesellschaftlichen Entwicklungen. Wie gutes Zusammenleben in steter Veränderung funktionieren könne, beschäftige die Städte seit jeher.

Über diese Frage möchten sich die grössten Schweizer Städte deshalb im Rahmen einer nächsten Expo mit dem ganzen Land austauschen. Die zehn Städte lancieren die Idee im Wissen darum, dass einzelne Städte und Regionen weitere Überlegungen einer Landesausstellung in ihren Regionen anstellen, wie es weiter heisst.

Menschen spazieren auf der Passreelle um den Klangturm an der Arteplage der Expo.02 in Biel.
Legende: Die letzte Landesausstellung fand 2002 statt. Im Bild: Klangturm auf der Plattform der Arteplage der Expo.02 in Biel. Keystone

Zeithorizont 10 bis 15 Jahre

Die beteiligten Städte haben ihre Idee in einem Memorandum zusammengefasst. Die nächste Expo könnte demnach in 10 bis 15 Jahren stattfinden.

Eine Vorgehensskizze soll als nächster Schritt die Eckwerte abstecken, insbesondere Trägerschaft, Entscheidungsprozesse, finanzielle Rahmenbedingungen und angestrebter Zeitpunkt der Durchführung. Über die Ergebnisse dieser Abklärungen wollen die Städte im Frühjahr informieren.

Bei den zehn Städten handelt es sich um Zürich, Basel, Bern, Biel, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen und Winterthur. Die letzte Landesausstellung, die Expo.02, fand im Dreiseenland statt.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von W. Ineichen  (win)
    Eine Riesenchance, die Schweiz noch mehr zuzubetonieren.
  • Kommentar von jürg opprecht  (jopprecht)
    die landesausstellung auf mehrere städte zu verteilen finde ich gut. bedingungen: 1. die letzte landesausstellung hat chf 1,5 mia verschluckt. dies mehrheitlich für objekte, die nach einem jahr wieder entfernt wurden. man sollte projekte realisieren, die nachhaltig sind, mit anderen worten bleiben und so dem tourismus förderlich sind. 2. man sollte einen wettbewerb zwischen städten ausschreiben zu vorgegeben themen und die besten 5 ausführen.
  • Kommentar von Patrik Böhme  (Böhme)
    Alle Städte sind alphabetisch aufgelistet - nur Zürich ist zuvorderst. Kann mir jemand erklären, warum Zürich mit "z" nicht hinten steht, sondern zuvorderst? Die Idee einer gemeinsamen Expo ist ja gut, wenn aber Zürich bereits jetzt meint, sich vor alle anderen zu stellen, so bin ich ich doch sehr skeptisch, ob ein solch solidarisch-föderativer Anlass überhaupt funktioniert. Warum hat Zürich so sehr den Drang, sich IMMER an erste Stelle zu stellen? Aus "naturgegebener" Arroganz? Egomanie?