Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Neuer Trend: «Unbossed» Von der Teppichetage ins Grossraumbüro

Legende: Audio Chef im Grossraumbüro abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
01:54 min, aus HeuteMorgen vom 01.03.2019.
  • Ein Trend: Der Chef zieht von der Teppichetage zu den Angestellten ins Grossraumbüro.
  • Das geht häufig mit mehr Team- und Projektarbeit einher.
  • Die Nachteile sind vor allem im Kopf. Der Angestellte fühlt sich unter permanenter Beobachtung.

Der Chef, der vor allem delegiert und kontrolliert, ist in vielen Unternehmen nicht mehr gefragt. Er soll seine Rolle als Rad im grossen Ganzen sehen. Deshalb zögen viele Chefs auch von der Teppichetage hin zu den Angestellten ins Grossraumbüro, sagt Arbeitspsychologe Markus Grotsch. Das habe vor allem symbolischen Charakter. Der Chef stehe damit für Fragen zur Verfügung und wolle aktiv am Geschäft teilhaben.

Häufig gehe der Arbeitsplatzwechsel einher mit mehr Team- und Projektarbeit. Im Zentrum der Arbeit stehe das Ergebnis, nicht mehr die Form der Arbeit, so der Arbeitspsychologe weiter.

Nachteil: Angst vor Kontrolle und Druck

Auch Pharmariese Novartis setzt auf eine neue Kultur und nennt sie «unbossed», eine Kultur, bei der der Chef sich unter die Angestellten mischt. Konzernchef Vasant Narasimhan schwärmte unlängst an einer Medienkonferenz von der Dynamik, die diese Kultur mit sich bringe.

Nachteile der neuen Arbeitsformen seien die Angst vor ständiger Kontrolle und der Druck, alles immer richtig machen zu wollen, sagt Grotsch. Aber auch der Chef sei gefordert. Die Arbeitsform verlange Nachlässigkeit in Sachen Chefgehabe.

Ausserdem stünden nicht nur die Angestellten unter Kontrolle, auch der Chef stehe damit unter permanenter Beobachtung durch seine Untergebenen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Norbert Zehner (ZeN)
    Ein nächster von oberschlauen Beratern herbeigeredeter "Trend", Chefs sollen neu Büroplatz inmitten ihrer Unterstellten haben. Vielleicht weil sie keine Ahnung mehr haben was diese alltäglich tun und ihre Sorgen sind, weil sie sich nur noch modernem Zeitgeist folgend in zentral-bürokratischen Sphären bewegen. Folge wird sein, dass produktiv Arbeitende nochmehr Zeit damit verplempern, dem Chef alle Details erklären zu versuchen, von denen er in seinem Einzelbüro nichts mitbekommen hat.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andreas Bunschoten (Andreas Bunschoten)
    Wieso sind die Führungspersonen bei solchen Artikeln immer männlich? Im Sinne der Gleichstellung würde ich mir wünschen, dass Rollenbilder nicht mit Geschlechtern verbunden würden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      ihr einziges Problem? Wer weiss, irgendwann kommen wir sprachlich flächendeckend zur Neutralitätsform, wie heute schon in der Schule praktiziert. Da heisst es nicht mehr Lehrer oder Lehrerin sondern Lehrperson.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Samuel Egger (S.Egger)
    es gibt Personen, die einfach Chef wurden, obwohl sie schlich keine Ahnung von der Arbeit haben. Deshalb kann mein Chef / meine Chefin gerne neben mir sitzen. So weiss ICH wenigstens, was solche Personen überhaupt den ganzen Tag machen !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen