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Schweiz NZZ-Chefredaktor Spillmann tritt zurück

Der Chefredaktor der «NZZ», Markus Spillmann, tritt auf Ende Jahr zurück. Die «NZZ» wolle ihre publizistische Leitung neu organisieren, heisst es in einer Mitteilung. Der 47-Jährige hatte seit acht Jahren die Funktion des Chefredaktors inne.

Spillmann hebt die Finger.
Legende: Spillmann war bisher in Personalunion Chefredaktor und Leiter Publizistik. Die Funktionen sollen neu definiert werden. Keystone

Die «NZZ» trennt sich von ihrem Chefredaktor Markus Spillmann. Offizielle Begründung ist die Neuorganisation der publizistischen Leitung. Zwar sei man sich über die Stossrichtung der Veränderungen einig, nicht aber über die konkrete Umsetzung.

Daher sei der Verwaltungsrat mit Spillmann übereingekommen, dass er auf Ende Jahr von seinen Funktionen zurücktreten werde. Der Verwaltungsrat werde in den nächsten Wochen die künftige Organisation der publizistischen Leitung festlegen und habe die Suche nach geeigneten Nachfolgern für Spillmann eingeleitet, heisst es weiter.

Interimistisch werden die drei stellvertretenden Chefredaktoren René Zeller, Luzi Bernet und Colette Gradwohl die Führung der Redaktion der «NZZ» übernehmen und so die Kontinuität sicherstellen.

Seit 1995 bei der «NZZ»

Der Verwaltungsrat spricht in der Mitteilung Spillmann seinen Dank und seine Anerkennung aus für die grossen Leistungen während seiner mehr als zwölf Jahre in der Chefredaktion der «NZZ» und der «NZZ am Sonntag». Spillmann habe in seiner Zeit als Chefredaktor den Wandel von der traditionellen Zeitung in die digitale Welt erfolgreich auf den Weg gebracht und eine der ersten konvergenten Redaktionen in der deutschsprachigen Medienlandschaft eingeführt, heisst es.

Der 47-jährige Spillmann war seit 1995 für die «Neue Zürcher Zeitung» («NZZ») tätig, zuerst als Dienstredaktor, dann als Auslandredaktor mit Fokus auf Sicherheitspolitik sowie die Länder Südasiens und Grossbritannien. Seit dem 1. April 2006 war Spillmann Chefredaktor der «NZZ».

8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Wanner, Aarau
    Diese Situation muss genutzt werden, ein Scheffredattor zum einstellen wo das echte Schweizer Gedankengut vertritt. Am besten muss es jemand wo klar bürgerlich Standpunkten und Mitglied ist vom SVP.
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  • Kommentar von andreas furrer, prilly
    überraschend und doch irgendwie konsequent. infotainement funktioniert nicht im papierformat. eine chefredaktion ist heute eigentlich ein witz. viel interessanter ist wer den apparat finanziert.
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  • Kommentar von David Neuhaus, Winterthur
    Dann besteht ja noch Hoffnung, war ja unerträglich wie der Bilderberger die NZZ zu einem NATO/USA Propagandablatt gemacht hat. Hoffen wir das die alte Tante wieder zu dem kritischen Qualitätsblatt wird das sie früher war.
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    1. Antwort von Susanne Lüscher, Gossau
      Die Hoffnung ist sehr optimistisch. Heutzutage bringen alle MSM die selben Agenturmeldungen - da wird selten mehr recherchiert. Von daher weichen Interessierte auf Seiten aus wie DWN, Consortium news usw. Die MSM sind nicht kritikfähig und können nicht eingestehen, dass der Leserschwund auf ihren nicht vorhanden investigativen Journalismus zurück zu führen ist.
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