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Unpünktlichkeit bei der SBB
Aus Tagesschau vom 29.11.2018.
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Öffentlicher Verkehr Je komplexer das SBB-Netz, desto komplexer die Störungen

Die Website pünktlichkeit.ch zeigt, wie oft die SBB Verspätung hat. Über die Gründe hingegen sagt sie nichts aus.

Die Lok defekt, eine Fahrleitungs- oder Stellwerkstörung: Solche Zwischenfälle haben direkte Auswirkungen auf den Bahnverkehr und je nachdem, wo sie sich ereignen, geht über längere Zeit gar nichts mehr.

Andreas Gutweniger trägt all die Daten auf seiner Seite zusammen und sagt: «Das ist genau die Schwierigkeit, die die Bahnen haben, nicht nur die SBB, sondern auch die anderen Bahnen. Es hat damit zu tun, dass wir ein sehr dicht befahrenes Netz haben und eine sehr hohe Komplexität des Gesamtsystems.»

Ich finde es nicht richtig, wenn man solche unschönen Phänomene, unter denen viele Leute leiden, für die eigene politische Agenda instrumentalisiert.
Autor: Andreas GutwenigerBetreiber von püntklichkeit.ch

Zusammenhänge zwischen den Störungen oder gar ein Muster erkennt Gutweniger aber nicht: «Nein, wenn es ein Muster gäbe, könnte man dafür auch Lösungen finden.»

Auch die SBB als grösstes Verkehrsunternehmen der Schweiz sieht keinen Zusammenhang zwischen den einzelnen Ereignissen.

Bei der Pünktlichkeit sollten neun von zehn Zügen ihren Endbahnhof rechtzeitig erreichen. Das wird schwierig, das weiss SBB-Sprecher Christian Ginsig jetzt schon: «Der Schneefall – der bestimmt noch kommt – wird die Pünktlichkeit ebenfalls beeinflussen. Deshalb wird es sehr schwierig, diese Jahresziele zu erreichen.»

Störungen nicht missbrauchen

Die Kundenorganisation ProBahn vermutet hinter den gehäuften Störungen und Verspätungen der vergangenen Woche unausgereifte technische Anwendungen und Umstrukturierungen bei den Bahnunternehmen. Auch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals führt dies jeweils als Erklärung für Störungen an.

Für Andreas Gutweniger lässt sich das nicht aus seinen Zahlen lesen: «Die Zahlen geben keine Auskunft über die Gründe. Ich bin mir sehr sicher, dass es keine einfachen Antworten gibt. Von daher finde ich es nicht richtig, wenn man solche unschönen Phänomene, unter denen viele Leute leiden, für die eigene politische Agenda instrumentalisiert.»

Audio
SBB sucht Lösungen gegen Verspätungen
02:27 min, aus Rendez-vous vom 29.11.2018.
abspielen. Laufzeit 02:27 Minuten.
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38 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Es wird zu viel Geld in noch schnellere Linien und zu wenig in die Entflechtung der Linien investiert. Ich bringe immer wieder die Linie Thun Solothurn: Sowohl in Konolfingen und auch in Burgdorf schneidet diese Linie andere SBB-Linien auf demselben Niveau. Diese Linie sollte an diesen beiden Punkten auf ein anderes Niveau gehoben und ohne Kreuzung mit der SBB-Linie weitergeführt werden. So könnte man diese Linie unabhängig auf 20 min Takt umstellen und alle Verbindungsprobleme wären gelöst.
  • Kommentar von kurt trionfini  (kt)
    Erste Anzeichen für das "Systembedingte" Ende des selbst gebastelten Zwanges nach Beschleunigung und Verdichtung? Eine Einladung, die gewonnene Fahr- Zeit zu nutzen und zu geniessen?
    1. Antwort von pedro neumann  (al pedro)
      Genau, Hauptsache immer dichter, immer effizienter, immer schneller...bis zum Kollaps....
  • Kommentar von Ruedi Beutler  (Leben)
    Mit der BLS als neuer Player im Fernverkehr wird es für die Betriebsführung der SBB auch nicht einfacher pünktlicher zu werden. Das BAV sollte sich überlegen ob ein Angebot aus einer Hand nicht besser ist.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Das hat vermutlich sozusagen keinen Einfluss.