Zum Inhalt springen

Header

Video
Organspende-Kampagne soll sensibilisieren
Aus Tagesschau vom 06.09.2016.
abspielen
Inhalt

Schweiz Offenes Gespräch soll zu mehr Organspenden führen

In der Schweiz gibt es nach wie vor zu wenig Organspender. Ende Juni standen über 1500 Patienten auf der Warteliste. Eine neue Kampagne soll zu mehr Organspenden führen.

Dutzende Menschen sterben jedes Jahr, weil es für sie kein Spenderorgan gibt. Heute dürfen Spenderorgane nur entnommen werden, wenn die betroffene Person oder die Angehörigen zugestimmt haben.

Das Parlament hatte letztes Jahr intensiv über einen Systemwechsel diskutiert: Wer sich zu Lebzeiten nicht ausdrücklich gegen eine Organspende ausgesprochen hat, sollte nach seinem Tod automatisch zum Spender werden. Doch aus ethischen Überlegungen sprachen sich die Räte letztlich dagegen aus.

Stattdessen beschlossene sie einen Aktionsplan, der unter anderem zu einer besseren Information der Bevölkerung führen soll. Jetzt haben das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Stiftung Swisstransplant die Kampagne «Rede über Organspende» vorgestellt.

Die Bevölkerung soll dazu angeregt werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, darüber zu reden und eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu treffen. Ein klar geäusserter Wille entlastet auch die Angehörigen.

Das Problem der begrenzten Spendefreudigkeit ist kein ausgesprochen schweizerisches, wie die folgende Tabelle zeigt.

Durchschnittliche Anzahl postmortaler Organspender 2014

Spanien35.9
Kroatien35.1
Malta28.6
Portugal27.7
Belgien26.8
Österreich25.5
Frankreich25.3
Tschechien24.4
Italien23.1
Slowenien22.8
Norwegen22.6
Finnland22.1
Grossbritannien
20.4
Ungarn20.1
Schweden17.1
Niederlande16.1
Polen15.4
Lettland
15.3
Estland15.2
Schweiz14.1
Dänemark13.9
Irland13.8
Slowakei11.6
Deutschland10.7
Litauen10.3
Luxemburg7.3
Zypern6.5
Griechenland4.5
Russland3.2

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Edi Steinlin  (stoni)
    Wenn unsere Räte nur sonst auch ethische Üeberlegungen machen würden, ausgerechnet dort, wo man viele Menschenleben retten könnte, tun sie es Scheinheilig. Beim Waffenverkauf u.a. tun sie es nicht.