Personenfreizügigkeit hält Nachfrage nach Mietwohnungen hoch

Schweizer kaufen Wohnungen, Ausländer mieten sie. Das hielt 2012 die Spannung auf dem Schweizer Wohnungsmarkt hoch.

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Bildlegende: Sicht auf eine Wohnüberbauung in Thun. Keystone/symbolbild

Der Mietwohnungsmarkt entspannte sich im vergangenen Jahr leicht. Allerdings gilt die Entspannung nur für teurere Mietobjekte. Günstige Mietwohnungen waren nach wie vor Mangelware. Das zeigt eine Untersuchung Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw) und der Meta-Sys AG zur den Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf die Schweiz.

Insgesamt wuchs das Miet-Angebot um 0,7 Prozent, der Anteil ausländischer Haushalte um 1,6 Prozent. Entlastung boten die Schweizer: Ihre Haushalte nahmen um 1,3 Prozent ab.

Eigentum seit 2005 ein Drittel teurer

Grund ist eine Verlagerung der Schweizer Haushalte vom Mietobjekt zum Wohneigentum: Dort nahm ihr Anteil um 4 Prozent zu. Das Eigentums-Angebot wuchs allerdings um nur 2,1 Prozent.

Die Arbeitsgruppe stellte über die vergangenen acht Jahre eine Korrelation zwischen dem Zuwachs ausländischer Haushalte und der Preisentwicklung fest – insbesondere in der Genferseeregion sowie in Zürich und Zug. Der Preisanstieg betrug bei den Mietwohnungen 16,1 Prozent, beim Wohneigentum gar 32 Prozent.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

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