Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Polens Präsident zu Besuch: Das verbindet die Schweiz mit Polen

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat auf dem Landgut Lohn in Bern den polnischen Präsidenten Andrzej Duda zu Gesprächen begrüsst. Wie sieht es mit den Beziehungen zwischen der Schweiz und Polen überhaupt aus?

Legende: Video Polens Präsident Duda in Bern abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.11.2016.

Diplomatische Beziehungen: Die Schweiz und Polen unterhalten schon seit 90 Jahren diplomatische Beziehungen. Während des Zweiten Weltkriegs nahm die Schweiz 13‘000 polnische Soldaten als Internierte auf, die als Mitglieder der französischen Armee vor den Deutschen geflüchtet waren. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks haben sich die Beziehungen weiter verstärkt. Der heutige Besuch des polnischen Staatspräsidenten ist der dritte hohe Besuch aus Warschau, nach den Staatsbesuchen von 2012 und 2014. Eng ist die Zusammenarbeit der beiden Länder auch bei internationalen Institutionen: Sie gehören beim Internationalen Währungsfonds und bei der Weltbank zur gleichen Ländergruppe.

Wirtschaftliche Beziehungen: Polen ist das wichtigste Exportland der Schweiz in Zentraleuropa. Das Handelsvolumen ist mit 3,8 Milliarden Franken höher als jenes mit Russland oder auch Brasilien. Polen ist auch der grösste Empfänger der sogenannten Erweiterungsbeiträge, die die Schweiz zum Ausgleich der Ungleichheiten innerhalb der EU zahlt.

Kulturelles: Zwischen 1994 und 2013 unterhielt Pro Helvetia eine Aussenstelle in Polen – zuerst in Krakau, nachher in Warschau. Nach deren Einsparung betreut Pro Helvetia Polen nun von Zürich aus. Ebenfalls von der Schliessung bedroht ist das Polenmuseum in Rapperswil. Das dortige Schloss beherbergt eine entsprechende Ausstellung seit 1870.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Das Polen-Museum in Rapperswil den Polen zu lassen, nachdem sie vor 100 Jahren das Schoss vor dem Abriss gerettet hatten, wäre die beste Werbung für die Schweiz in Polen. Aber im Moment sieht es sehr danach aus, dass die Polen bald aus dem Haus geworfen werden. Vielleicht kommt dann ja irgend einmal eine Retourkutsche aus Polen, und dann reibt man sich die Augen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Hämmerli (Hans Hämmerli)
    Stellen Sie sich vor was hier los wäre, wenn es der türkische Aussenminister wäre. Alle stramm Rechten würden (richtigerweise) schreiben, dass das ein Schurkenstaat sei, indem die Meinungsfreiheit keinen Pfifferling Wert ist und das die Regierung das Land religiös radikalisiert. Aber meine lieben Leute..in Polen passiert das Gleiche. Warum seid ihr denn jetzt still?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Vielleicht erwähnt man auch, dass in der Schweiz x-tausend Polen einen Job finden, zumeist als Wochenaufenthalter etc. Ganz besonders interessant sind die Projekte, die die Schweiz im Rahmen der sog. Erweiterungsbeiträge an Polen leistet. Hier ein paar Millionen (etwa für Strassenkreisel, Flussrenaturierungen) dort ein paar Millionen an NGOs (damit Polen lernen, wie man sich an Politik und Wirtschaft beteiligt...Hä??? übrigens der grösste Budgetposten, verglichen mit den Strassenkreiseln)...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen