Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Populisten triumphieren bei Genfer Parlamentswahl

Im Genfer Parlament haben die Parteien an den beiden Polen des Spektrums stark zugelegt. Das rechtspopulistische Mouvement Citoyen Genevois gewinnt drei und die Linksaussen-Parteien neun Sitze hinzu. Eine Ohrfeige setzte es für die Grünen ab.

Die polarisierenden Gruppen haben die Parlamentswahlen im Kanton Genf gewonnen. Die Linksaussen-Parteien gewinnen neun Sitze hinzu und kehren nach acht Jahren Abwesenheit wieder zurück in den Grossen Rat. Das rechtspopulistische Mouvement Citoyen Genevois (MCG) hat neu drei Sitze und wird die zweitstärkste Kraft im Parlament.

Legende: Video Genfer Wahlen: Analyse von Alexandra Gubser abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 06.10.2013.

Debakel für die Grünen

Stark geschwächt gehen jedoch die Grünen aus der Wahl hervor. Mit einem Verlust von sieben ihrer siebzehn Grossratssitze gehören sie zu den Verlierern der Wahl. Auch die FDP verliert sieben Sitze und stellt neu noch vierundzwanzig Grossräte. Sie bleibt aber die stärkste Partei.

Die SVP hingegen gewinnt zwei Sitze hinzu und hat neu elf Vertreter im Parlament. Ihr ist es wieder nicht gelungen, in Genf dieselbe Stärke wie in der übrigen Schweiz zu erreichen. SP und CVP bleiben unverändert auf fünfzehn und elf Sitzen.

Grünliberale, BDP und die Piratenpartei erreichen das Quorum von sieben Prozent voraussichtlich nicht.

Damit sind die Rechts-, Mitte-, und Linksparteien im Genfer Grossen Rat nun beinahe gleich stark. SVP und MCG kommen auf 32 Mandate, der linke Flügel auf 34 - dort allerdings mit starken Sitzverschiebungen.

Legende:
Sitzverteilung Genfer Parlament Insgesamt werden 100 Sitze vergeben. Im Parlament gibt es eine 7%-Hürde. Die Sitzverteilung im Genfer Parlament. srf

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    "Die grüne Staatsrätin Michèle Künzler gab im Westschweizer Radio RTS bekannt, dass sie beim zweiten Wahlgang nicht mehr antreten werde" Was M. Künzler indirekt damit sagen will: Die Substanz der Grünen ist gesund, der unfähige Vorstand war es, der die Firma in den Ruin gewirtschaftet hat! Nun ja, ... muß man verstehen. M. Künzler will einfach nicht glauben, dass die Grünen bald auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Populismus (lat.: populus, „Volk“) bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Partei, nun das finde ich gut, denn in einer Demokratie ist die Nähe zum Volk Sinn und Zweck. Leider wird Populismus als Schimpfwort und Wortmissbrauch verwendet von jenen die ihre eigenen Interessen durchsetzen wollen, die nicht immer im Sinne des Volkes sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Wie Sie auch wissen, eine Sprache ist im ständigen Wandel - Worte, welche mal positiv besetzt waren, sind heute negativ - vgl. Weib, Frauenzimmer, Neger usw. Heute bedeutet eben Populismus: das Volk mit Stammtischparolen hinter's Licht führen und manipulieren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Irma Schneider, 6644 Orselina TI
    Mon francais est plus formidable. J étais avant 56 ans a Lucens. Mais bravos et bravos d`une SVP fame.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen