Positive Zahlen für die ALV

Die Arbeitslosenversicherung weist fürs vergangene Jahr über eine Milliarde Franken Überschuss aus. Damit hatten die Verantwortlichen nicht gerechnet.

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Bildlegende: Das RAV berät die Arbeitslosen bei der Jobsuche, das Geld erhalten die Stellensuchenden von der Arbeitslosenkasse. Reuters

Im vergangenen Jahr hat die Arbeitslosenversicherung (ALV) über 4 Milliarden Franken ausbezahlt. Damit gab die ALV 119 Millionen Franken weniger aus als im Jahr davor.

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Die übrigen Aufwendungen

Die ALV hat neben der Arbeitslosenentschädigung noch andere Ausgabenfelder: Für die Kurzarbeit wendete sie 158 Millionen Franken auf. Für die Schlechtwetterentschädigung zahlte sie rund 98 Millionen Franken, für Insolvenzentschädigungen gab sie 37 Millionen Franken aus. Etwas mehr als eine halbe Milliarde floss in arbeitsmarktliche Massnahmen.

Die ALV ging ursprünglich von bedeutend höheren Ausgaben aus. Antje Bärtschi vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) dazu: «Das gute Resultat ist bedingt durch die Lage auf dem Arbeitsmarkt – die Arbeitslosenquote 2012 lag bei nur 2,9.» Das Seco rechnete mit einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent.

Geld fliesst an Bund zurück

Die übrig gebliebene Milliarde zahlt die ALV an den Bund zurück und baut damit die Schulden ab. Die Schulden betragen per Ende 2012 nun 5 Milliarden Franken.

Für das kommende Jahr rechnet das Seco mit einem Überschuss von 0,26 Milliarden Franken. Die Arbeitslosenquote prognostiziert das Amt für das Jahr 2013 mit 3,3 Prozent.