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Schweiz Private Mini-Drohnen - leiser Angriff auf die Privatsphäre

Sie werden immer billiger, kleiner und leichter bedienbar: Mini-Drohnen mit Kameras - gleichsam für den Hausgebrauch. Doch leider fehlen klare gesetzliche Vorschriften. Datenschützer Hanspeter Thür sieht die Privatspähre erheblich gefährdet - und das Bundesamt für Zivilluftfahrt in der Pflicht.

Mikro-Drohne eines deutschen Herstellers. Symbolbild.
Legende: Mini-Drohne aus deutscher Produktion. Gewicht: 700 Gramm. Symbolbild. Keystone

Mit dem Mini-Helikopter und hochauflösender Kamera einmal in der Nachbarschaft vorbeisurren und schauen, was sonst noch so alles läuft. Natürlich ferngesteuert in sicherer Distanz. Die Drohnen-Technologie wird auch für Private zunehmend erschwinglich. Und viel ist möglich, sogar ohne Bewilligung.

Für den obersten Datenschützer Hanspeter Thür ist es offensichtlich, dass mit solchen Geräten schwer in die Intimsphäre der Menschen eingegriffen werden kann: «Man kann Aufnahmen machen und diese aufs Internet schalten. Da ist das Gefährdungspotential doch erheblich», stellt Thür gegenüber SRF fest.

Schwierige Beweislage

Natürlich gilt auch hier theoretisch der Schutz der Privatsphäre. Das Problem dabei in der Praxis ist allerdings: Für eine Anzeige muss der unerlaubte «Angriff» mit der Drohnen-Kamera erst einmal bemerkt werden. Thür fordert deshalb klare gesetzliche Vorschriften. Und zwar vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl).

Doch hier gibt es ein Gerangel um die Zuständigkeit. «Leider ist das Bazl bis heute der Meinung, dass das nicht ihre Sache ist», bedauert Thür.

Bazl fordert konkrete Vorschläge

Beim Bazl will man den Vorwurf so nicht stehen lassen: Man sei sich der Drohnen-Problematik durchaus bewusst, entgegnet Amtssprecherin Martine Reymond. Sie plädiert für Zusammenarbeit und fordert die Datenschutzbehörde auf, konkrete Vorschläge einzubringen: «So könnten wir schauen, dass auch bei dieser neuen Technologie der Persönlichkeitsschutz berücksichtigt wird.»

Bis es soweit ist, fliegen die libellenartigen Spione weiter. Der Drohnen-Pilot am Boden übrigens braucht für sein Hightech-Spielzeug erst dann eine Bewilligung, wenn das Gerät über 30 Kilogramm wiegt und er keinen direkten Augenkontakt zu seinem Flugobjekt hat.

brut

13 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    In wenigen Jahren wird es möglich sein, über Google Maps oder ähnliches in REAL TIME sowieso alles von oben mitansehen zu können, was sich so auf der Welt bewegt. Gegen einen kleinen Aufpreis auch mit 'Auflösungen' von '1 cm' oder gar noch weniger. Was spielt es da, ausser vielleicht der Gefahr, von einer Minidrohne direkt 'getroffen' zu werden, für eine Rolle ? Ja keine Gesetze deswegen bitte, es wäre sinnlos...
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  • Kommentar von JP.Simon / Nietzscheaner, Bern
    Jene,die Drohnen in fremde Gefilden surren lassen,mit tech.Hilfsmittel den Voyeurismus kosten,was es zukosten gibt,wären besser beraten,in ihrer Bleibe Kameras zu installieren, um ihrer so nötigen Selbstreflexion genüge zutun. Den Schlaf zu überwachen oberstesGebot! Zusehen wie sich die Hände zwanghaft an den Kopf greifen,wegen dubiosen Wünsche, die sich nicht erfüllen lassen, oder die Hände verdächtig (zu)lang unter der Decke lagern+das noch neben Frau/Mann notabene,zerknittert ist die Seele.
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  • Kommentar von stephan maier, zürich
    Ich fliege auch drohnen. Aber mir käme es überhaupt nicht in den sinn jemals damit leute zu filmen oder den nachbarn. Und mit dem billig schrott (100fr. ) erkennt man sowiso nichts. Mit spielzeug was viele leute denken hats nichts zu tun. Es gibt neue möglichkeiten fotos zu machen oder zu filmen. Bevor man rum schreit sollte man sich mal vorher informieren. leider gibt es schwarze schafe aber die gibt es überal.
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