Radikal-Diät für Cheflöhne der Glarner Kantonalbank

Das Glarner Parlament hat die Löhne für leitende Mitarbeitende der Glarner Kantonalbank zusammengestrichen. Die Lohnschere zwischen CEO und Putzfrau soll kleiner werden.

Nahaufnahme einer Schere. Im Hintergrund ist verschwommen die Silhouette eines Managers zu sehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schnipp-Schnapp: Ab 2014 müssen die Chefs der Glarner Kantonalbank empfindliche Lohneinbussen hinnehmen. Keystone

Die erste Sitzung des Glarner Parlaments im neuen Jahr brachte für die Chefs der Glarner Kantonalbank (GLKB) eine Reduzierung ihrer Löhne. In Zukunft darf der höchste Lohn darf nicht mehr als zehn Mal höher sein als der tiefste.

Der Landrat stimmte dem regierungsrätlichen Vorschlag zu. Demnach wird die Bandbreite der Löhne im neuen Entschädigungsreglement der Bank festgehalten. Die Regierung will das neue Reglement Anfang 2014 in Kraft setzen.

Auch die Geschäftsleitung muss bluten

Auch die Bandbreite der Fixgehälter für Mitglieder der GLKB-Geschäftsleitung wird angepasst. Sie beträgt neu 200'000 bis 320'000 Franken pro Jahr. Bislang lag die Obergrenze bei 400'000 Franken. Zudem wurden die variablen Entschädigungen gekürzt.

Die SVP war es, welche die Gehälterdiskussion im Kantonsparlament mit einer Motion angestossen hat. Die Volkspartei hatte ursprünglich verlangt, dass die Chefgehälter bei der Bank das doppelte Gehalt eines Regierungsrats nicht übersteigen dürfen.