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Repräsentative Umfrage Drei Viertel der Mieter sind unzufrieden

Legende: Audio Die Schweiz – ein Volk von unzufriedenen Mietern? abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
01:07 min, aus SRF 4 News aktuell vom 17.05.2018.
  • 76 Prozent der Mieter in der Schweiz stören sich laut einer Umfrage von Comparis vor allem an der Hellhörigkeit, den Kosten und den Mängeln in ihrer Wohnung.
  • Ebenfalls für Unmut sorgen die Steuerbelastung, der Lärmpegel und die Nachbarschaft.
  • Trotzdem planen verhältnismässig wenige Mieter einen Umzug.

Rund 4000 Schweizer Mieter hat der Online-Vergleichsdienst Comparis zu ihrer Wohnsituation befragt. Das Resultat ist negativ geprägt: Fast ein Drittel findet die eigene Wohnung zu hellhörig. Für 22 Prozent der befragten Mieter sind die Kosten zu hoch und 17 Prozent stören sich an nicht funktionierenden Heizungen oder Schimmel. Mängel, die bereits der Verwaltung gemeldet wurden.

Weitere 17 Prozent stossen sich am Baustandard der Immobilie und 16 Prozent klagen über eine mangelhafte Ausstattung zum Beispiel in Bad, Küche oder Terrasse. Für Unmut sorgen auch das Raumklima (14 Prozent) sowie die Lichtverhältnisse (11 Prozent). Mit dem Grundriss sind 8 Prozent nicht zufrieden.

Die grössten fünf Ärgernisse Schweizer Mieter*

1. Hellhörigkeit
2. Mietkosten
3. Beim Vemieter gemeldete Mängel
4. Baustandard
5. Mangelhafte Ausstattung
*Mehrfachnennungen waren möglich, Quelle: Comparis

Vermieter nerven wegen gefühlter Unprofessionalität

Ebenfalls ein Störfaktor sind bei 13 Prozent der Befragten die gefühlte Unprofessionalität von Verwaltung oder Vermieter. Dies neben Unfreundlichkeit, eine zu langsame Reaktionsgeschwindigkeit und mangelhafte Erreichbarkeit der Vermieter.

Legende:
Das stört die Mieter am meisten am Vermieter* Die meisten Vermieter stören sich an der mangelnden Professionalität des Vermieters, *Mehrfachnennungen waren möglich. Comparis

Für 8 Prozent der Befragten stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht. Sie empfinden deshalb den Mietzins zu hoch. Die Nebenkosten sind dabei vor allem für die Befragten aus der Romandie und dem Tessin zu hoch.

Externe Faktoren stressen ebenfalls

23 Prozent der Befragten empfinden die Steuerbelastung als zu hoch, während der Lärmpegel in der Wohngegend 20 Prozent der Befragten nervt. 14 Prozent stören sich an den Nachbarn.

Interessant: Bei den Romands steht der zu hohe Lärmpegel an erster Stelle, während für die Deutschschweizer und Tessiner die Steuern das grösste Übel sind.

Nur ein Viertel zieht bald um

Trotz dem Leidensdruck planen laut der Umfrage verhältnismässig wenige Mieter einen Umzug in den nächsten 12 Monaten. Die Erhebung zeige aber auch, dass zwei Drittel der umzugswilligen Mieter aus finanziellen Gründen gar nicht umziehen können.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Singer (liliput)
    Es ist halt einfach so: je besser es uns geht je mehr mutieren wir zu chronischen Nörglern und Meckerern.
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  • Kommentar von Jürg Müller (Jut)
    Und wie viele Vermieter sind denn mit den nie zufriedenen nörgelnden Mietern unzufrieden?
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  • Kommentar von Kari Raeschter (K. Raeschter)
    In einer Wohnung hatte ich 3 Wechsel von Verwaltungen. Die 1. Verwaltung war super und ging auf die Mieter ein. Die 2 nachfolgenden waren eine Katastrophe; wobei die letzte die Schlimmste. Die haben u.a. eine Hauswarts-Firma für den Unterhalt beauftragt, die ca. 1,5 Autostunden entfernt war (dafür billig). Da musste man andauernd anrufen, weil zum Bsp. die Tiefgarageneinfahrt mit ca. 30 cm Laub bedeckt war im Herbst oder gefroren im Winter, dass man mit dem Auto fast in die Wand schlitterte.
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